Raindrops keep falling on my head...

Disneyland Paris, Mai 2013

In den Pfingstferien starteten Moritz und ich einen kleinen Kurztrip zu unserem Lieblingsort kurz vor Paris. Petrus meinte es bei diesem Ausflug nicht ganz so gut mit uns. Es gab Regen in Hülle und Fülle... Hatte später als wir wieder daheim waren aber auch etwas Positives für mich. Bei dem nassen Wetter blieb meine Kamera die meiste Zeit im Zimmer liegen und so war die Fotoausbeute recht spärlich und in Null Komma Nix auf den PC hochgeladen und fertig bearbeitet :-)

Und bitte keine Kommentare wie von meiner Tochter :

“Also ich weiß gar nicht, warum ihr über das Wetter gemotzt habt, auf den Fotos schauts doch meistens schön aus!“  :-D

Los geht´s:
 Da unser gemeinsamer Familienurlaub dieses Jahr für die Oster- und Sommerferien gebucht war, fuhren Moritz & ich allein, da Bädas Urlaubstage für diesen Trip nicht mehr reichten. Im DLRP waren wir bislang meistens nur im Winter außer ein paar Ausnahmen zu Halloween

und einmal zu Ostern. Ich wollte es nun also gern mal „blühend“ und bei wärmeren Temperaturen erleben.

Ok, die wärmeren Temperaturen hatten wir nicht ganz...


Am Sonntag, den 19. Mai ging es für Moritz und mich auf nach Paris. 06.24 Uhr sollte Abfahrt von München Hbf mit dem TGV sein.

Diese Uhrzeit war ganz schön hart für uns! Bäda und ich waren am Abend zuvor noch beim Bon Jovi Konzert, von wo wir erst gegen 1 Uhr in der Nacht wieder daheim waren. Und natürlich war noch nix gepackt...

Für die Hinfahrt gönnten wir uns die 1.Klasse und warteten im Zug schon auf unser Frühstück. Sollte aber eine Weile dauern...

Es war das erste Mal, dass wir auf dieser Strecke Verspätung hatten. Als Grund wurden "Menschen in den Gleisanlagen" genannt.

Ca eine Stunde lang ging am Münchner Hauptbahnhof gar nichts, weder kamen Züge rein noch raus.

Die Durchsagen des Zugführers wurden allmählich immer ungehaltener. Glücklicherweise hatten wir Zeit.
Bei mir machte sich später auf der Zugfahrt meine kurze Nacht bemerkbar und als Moritz das mitbekam, bot er mir seinen Fensterplatz an,

„weil da kannst du besser schlafen, weil du da deinen Kopf an die Scheibe legen kannst.“ :-) 

Er schaute sich Filme auf seinem Ipod an und ich schlief. Als er sah, dass ich wach wurde, gab er mir ein Bussi mit dem Kommentar:

„Mama, alles ist ok, ich habe alles im Griff. Der Schaffner kam schon und ich habe ihm unser Ticket gegeben. Und auf unsere Koffer habe ich auch Obacht gegeben!“ Kennt ihr diese Momente, wo man seine Kids einfach nur knuddeln könnte??? Das war mal wieder so einer!  :-)
Wir kamen dann schliesslich eine gute 3/4 Stunde später als geplant am Gare de l´Est in Paris an. Für unsere erste Nacht hatten wir uns ein Zimmer im Ibis Hotel Marne La Valleé, eine RER Station vom DLRP entfernt, gebucht. Also schnell Tickets für die Bahn gelöst und weiter gings!


Naja, nicht ganz so schnell. Diese Durchgänge zu den Bahnsteigen, die sich automatisch öffnen oder viel mehr öffnen sollten, funktionierten an dem Tag nicht richtig. Das war ein ziemliches Chaos an dem Bahnhof! Ich denke, so an die gute 20 Durchgänge gibt es dort und alle Passagiere, die meisten mit Koffern oder Reisetaschen im Schlepptau, probierten ein Gate nach dem anderen aus, um endlich Einlass zu den Metro Stationen zu erhalten. Nach zwei vergeblichen Versuchen kam endlich Moritz durch und wir wähnten uns schon am Ziel. Aber denkste!

Bei mir danach ging das Tor wieder nicht auf! Also zum nächsten Gate. Mittlerweile versuchten auch nette Franzosen, den Passagieren zu helfen. Mir gab einer seine Metrocard zum Durchziehen, aber auch mit dieser klappte es nicht.

Totale Ratlosigkeit, aber nach gefühlten hundert Versuchen klappte es endlich und wir kamen weiter.

Das Hotel erwies sich für uns als eine gute Wahl. Das Zimmer war recht geräumig und sauber und der Bahnhof liegt direkt nebenan!

Parktickets hatten wir erst ab dem nächsten Tag, also kleine Verschnaufpause im Hotel und danach fuhren wir ins Disney Village, um schon mal etwas Disneyfeeling zu schnuppern. Ganz so gemütlich wurde unser erster Bummel durchs Village aber nicht, weil es zu regnen begann.

Der Regen sollte uns nun unseren gesamten Aufenthalt begleiten :-( Na dann gehen wir halt erst mal etwas Essen. Es war gerade mal 17.30 Uhr und bei Annettes Diner stand noch niemand an, also hinein mit uns. Hier waren wir seit Jahren nicht mehr drin. Irgendwie sind wir essenstechnisch in den Parks ziemlich eingefahren, wenn wir als komplette Familie unterwegs sind. Da haben wir unsere Lieblingsrestaurants von denen wir kaum abweichen. Es war auch innen noch nicht viel los. Wir wurden sofort an einen freien Tisch geführt und unsere Bedienung Sandy kam. Der Name ist hängen geblieben, weil wir ihn so passend für diese Lokalität fanden. Wir wählten jeder ein Menü, welches reichlich war und auch wirklich gut schmeckte. Gleich hier fiel mir auf, welch Sprung unser Junior zum letzten Sommerurlaub mit seinen Englischkenntnissen gemacht hat. Er hat selbst sein Essen bei Sandy bestellt, bei Nachfragen konnte er prompt antworten und als sie ihn fragte,

ob er das erste Mal hier sei etc quatschte er mit ihr. Ich fands toll!


Danach gings mit der Bahn zurück zum Hotel. Den nächsten Morgen wollten wir beizeiten aufstehen, um ins Santa Fe zu wechseln. Als aber der Wecker klingelte und Moritz neben mir noch wie tot lag, wurde das Klingeln einfach ignoriert. Erst mal ausschlafen, wir haben genügend Zeit und URLAUB. Innerlich hatte ich mich schon auf Gemotze eingestellt, dass ich ihn nicht geweckt habe. Kam aber nicht.

Er genoss es, in den Ferien endlich ausschlafen zu können.
Später packten wir also unsere Sachen zusammen und zogen rüber ins Santa Fe. Wir wollten heuer mal die neu renovierten Zimmer testen. Am Check In Schalter waren nur 4 Leute vor uns, also ging das Einchecken ratzfatz über die Bühne und wir konnten sogar gleich schon aufs Zimmer. Und das 10.00 Uhr morgens! Im Zimmer angekommen waren wir zwei begeistert! Wir finden das Design sehr gelungen.

Schöne warme Farben und nette Details.
Allerdings für komplett neu renovierte Zimmer findet man doch schon wieder oder immer noch einige Mängel. So war z.B. in unserem Zimmer die Badtür noch eine alte mit Rissen und Beschädigungen, die auch nicht richtig schloss. Im Zimmer hing an zwei Ecken bereits schon wieder die Tapete herunter und eine Schublade war auch defekt. Ich kann über solche Dinge hinwegsehen. Hauptsache, es ist sauber und das wars wirklich. Nur im Eingangsbereich funktionierte die Lampe nicht. Im Nachbarzimmer war noch das Zimmermädchen beschäftigt, der habe ich das gleich mitgeteilt und als wir am Abend wieder aufs Zimmer kamen, funktionierte die Lampe.


Nach der ersten Inspektion unseres Zimmers gings endlich ab in den Park. Es regnete, und so waren zwei Regenponchos unsere ersten Einkäufe. Den Montag verbrachten wir nun die ganze Zeit im Park, auch wenn es regnete und regnete... und zwischendurch wirklich wie aus Kübeln! Als erstes auf unserer To do Liste stand natürlich eine Big Thunder Mountain Fahrt, da dieser ab dem nächsten Tag geschlossen sein würde. Aber im Frontierland angekommen, vermissten wir schon das typische Rattern des Zuges beim BTM. Er hatte mal wieder geschlossen! Somit kurze Flucht vor der Nässe in einen Shop. Ich war und bin begeistert von den neuen Phantom Manor T-Shirts. Eines wanderte dann später auch in meine Einkaufstüte. ;-)


Beim Stöbern durch den Shop sagte Moritz plötzlich: „Mama, hör mal! Es rattert doch wieder!“ Er ist echt auch schon auf die Geräusche geeicht... Also nix wie hin und JA, er fuhr wieder! Wartezeit 15 Minuten, passte auch. An der Gabelung der Warteschlangen wählten wir wie immer die linke Seite. Irgendwie ist das dort seit Jahren immer wenn wir fahren die schnellere Seite. Seit es die Fastpass Line gibt sowieso, weil diese auf der rechten Seite später dazustösst. Wir warteten also keine 15 Minuten sondern konnten gleich bis zur Treppe durchgehen. Als wir wieder rauskamen, war die Anstellzeit immer noch im Rahmen- 20 Minuten. Also gleich noch mal. Jetzt standen wir gerade mal gute 10 Minuten an. Nach dieser Fahrt war dann der Ansturm so groß, dass die Wartezeit bereits auf 45 Minuten angestiegen ist.

Na gut, dann schauen wir halt später noch mal vorbei.

Auf der Disneyland App zeigte es bei Space Mountain nur 5 Minuten Wartezeit an. Hinüber ins Discoveryland, hinein in den SM. Die App hielt Wort und wir konnten durchlaufen und der nächste einfahrende Zug konnte sofort von uns geentert werden. Der Sound im Wagen funktionierte und auch innen die Lichteffekte und der aufsteigende Rauch. War also suuuper!

Anschließend Fastpässe für Buzz Lightyear gezogen und auf gings zum Essen. Nach den ganzen Lobhudeleien im Disney-Forum übers Agrabah-Cafe wollten wir, besser gesagt ich, es auch endlich mal ausprobieren. Bäda hatte sich immer beim Anblick der Speisekarte etwas dagegen gesträubt, aber da er jetzt nicht dabei war überzeugte ich meinen kleinen Mann, mit mir dort reinzugehen.


Noch vor dem großen Mittagsansturm liefen wir ein, so mussten wir nur ganz kurz am Eingang warten. Mit Shareholderrabatt hatte ich 36.- Euro für uns beide gezahlt, aber für was eigentlich???? Erst mussten wir ewig lange auf unsere Getränke warten. Zweimal habe ich nachgefragt, bis nach einer ½ Stunde endlich unsere beiden Gläser auf dem Tisch standen. Dann haben sie den Herd von den Main Courses nicht zum Laufen gebracht. Es gab also nur das Kinderbuffett mit Nudeln, Würstchen, Hähnchenkeulen und Fleischbällchen sowie das kalte Salatbuffett. Suuuuper! Einige Franzosen beschwerten sich bereits lautstark! Das Essen war nicht unseres. Dann halt ein paar Desserts zum satt werden... mhhhh, waren auch nicht direkt unser Fall. Für mich ging nur der Kokoskuchen, für Moritz der Schokopudding. Am Ausgang habe ich den CM noch gefragt, ob es für dieses Debakel eine Erstattung geben würde. Nein, ich hätte aber doch auf meinem Bon einen Gutschein für ein Getränk für den Nachmittag! Pfffff….

Habe ich schon erwähnt, dass es teils Bindfäden regnete???
Dafür stand aber auch keine Sau bei Indiana Jones an! Und seit Januar ist unser Junior wieder ein Stückchen gewachsen. Im Januar kam es noch darauf an, wo und wie er gerade stand beim Messen. Mal war er groß genug, mal reichte es ganz knapp nicht. War jetzt kein Thema mehr. Der Messwinkel schlug eindeutig jedes Mal am Kopf an. So sind wir zig mal hintereinander Indy gefahren.
Ich hatte schon gar nicht mehr mitgezählt, war auch viel zu sehr damit beschäftigt nach Luft zu schnappen nach der ganzen Rennerei…

rein, fahren, raus, rein, fahren, raus…Wenn nicht immer die Wege sooo lang wären!

Und da denkt man, mit älteren Kids werden die Parkbesuche stressfreier!


Irgendwann haben sie dann einen Zug herausgenommen und die Wartezeit schnellte gleich auf 15 Minuten an. Nö, das ist uns jetzt zu lang.  Schauen wir weiter. In den Arkaden des Colonel Hatis Pizza Outpost hatten sich derweil Balu, King Louis und Goofy vor dem Regen gerettet. Schnell hin und die ersten Autogramme gesammelt!


Der absolute Höhepunkt für Sohnemann: King Loui hatte einen Stempel dabei! Von ihm hatte er bisher immer nur Fotos aber kein Autogramm bekommen. Außerdem führen unsere beiden Kids ein internes Duell, wird die meisten verschiedenen Autogramme hat. Dabei führt unsere Tochter ihr allererstes Autogrammbuch von 1995 jedes Mal akribisch weiter, Sohnemann beginnt jedes Mal eine neues Buch.

Und er wusste gleich, dass seiner Schwester ein King Louis Autogramm noch fehlte! Was für ein Erfolg also!

Das war auch das erste, was er seiner Schwester nach unserer Rückkehr erzählte.  :-D
Ich kann mich immer wieder köstlich über ihren kleinen Wettbewerb amüsieren.

Das war dann auch der Grund, warum wir versuchten, einen Fastpass für den Prinzessinnenpavillion zu bekommen. Ansonsten hat unser Junior im Moment mit Prinzessinnen und Mädchen (noch) nix am Hut. ;-P  Allerdings war das ein fast aussichtsloses Unterfangen. Gerade weil es natürlich die meisten Leute bei dem Wetter auch in alle Indoor-Attraktionen zog. Es hieß, dass die Passausgabe 13.00 Uhr beginnt.

Während Moritz seine Runde auf eines von Sir Lanzelots Rössern drehte, stellte ich mich 12.40 Uhr schon mal an der Old Mill an.

Da waren allerdings die gesamten Warteschlangen direkt vor der Mühle schon komplett voller Menschenmassen. Gegen 1 Uhr kam dann ein CM unsere Warteschlange entlang und teilte uns mit, dass die Fastpässe für die erste Session bereits vergeben sind. Für die zweite Session stehen bereits die Leute direkt vor der Mühle an und wie man sehen könnte, stehen da schon so viele, dass sie für die zweite Session gar nicht langen werden. Also werden sie bereits anfangen, die Pässe für die dritte und letzte Session des Tages auszugeben. Er könne aber nicht sagen, für wieviele Personen diese reichen, weil er nicht weiß, wieviele Pässe die jeweils anstehenden Personen sich geben lassen würden.
Moritz: „Umsonst anstellen möchte ich mich nicht. Ich bekomme diese Autogramme bestimmt nächtes Jahr in Orlando!“  ;-)

Somit war das Thema für uns vom Tisch! Wir haben es die nächsten Tage nicht noch einmal probiert.
Als wir gegen halb drei noch einmal an der Old Mill vorbeikamen, war nur noch dieses Schild zu lesen, dass für heute alles komplett ausgebucht ist! Und das, obwohl für die dritte Princess-Session die Fastpass Ausgabe erst für 15.00 Uhr angeschrieben stand!

Ohne Anstellen fuhren wir eine Runde bei den Puppen.


Ein kurzer Regenstopp machte für uns die 19.00 Uhr Parade erfreulicher. Vor allem war heute die kleine Bühne offen, von der man super die Parade von oben sehen konnte. Sollte die nächsten Tage nicht mehr möglich sein.


Pünktlich zum Ende der Parade setzte er wieder ein, genau d e r Regen!
Aber wir hatten noch unsere Fastpässe für Buzz Lightyear.

Irgendwann landeten wir wieder bei BTM. Dort wollten wir noch ein paar Runden drehen.

Wartezeit angeschrieben 20 Minuten, linke Seite… 10 Minuten.

So konnten wir noch einige Runden drehen. Der Regen machte es möglich!

Und die viele Lauferei durch den Wartebereich jedes Mal hielt einen warm.
Die Fahrten wurden immer lustiger. Durch die ganzen Regenmassen kam im BTM mittlerweile ein tosender Wasserfall nach der ersten Ausfahrt herunter. Anfangs war es noch möglich, den Wassermassen auszuweichen, indem man sich im Wagen mittig ganz klein machte. Das war zum Schluss nicht mehr möglich. Der Wasserfall ging dann über die ganze Breitseite! Was für ein Spaß für Moritz!

Ich habe es versucht zu fotografieren, aber durch die Dämmerung und Geschwindigkeit war es eigentlich nicht möglich.

Das Ergebnis stelle ich jetzt totzdem mal ein. Ein wenig kann man so das Ausmaß erahnen…

Unsere BTM Challenge endete am Schluß mit 12 Runden, einem total glücklichen Kind und wir beide nass bis auf die Knochen!

Wobei die allerletzte Runde auch unser absoluter Magical Moment dieses Urlaubs war: Zur letzten Runde fuhr der Zug im Stollen ein,

es standen nur noch Gäste bis zum ca dritten Wagen an, so dass alle, die hinten saßen, sitzen bleiben durften für die final lap.

Und wir saßen im letzten Wagen!
Vor uns schwang sich noch ein CM mit in den Zug und auf gings! Da hatte die Fahrt schon etwas Besonderes mit der Silhouette des Cowboyhutes vor uns! Aber es kam noch besser! Noch einmal volle Breitseite Wasser abbekommen, bevor der Zug richtig Fahrt aufnahm. Mittlerweile lief drüben am Schloss Dreams!. Und so zog der Zug gerade eine Auffahrt am Berg hoch, als der Himmel feuerrot wurde und die Leuchtraketen hochschossen. Es war so ein einmaliger Augenblick, Waaaaahnsinn!

Auch Moritz saß mit offenem Mund neben mir und sagte nur: „Mama, hast du das gesehen? War das geil!“
Und so kamen wir am Abend wie frisch geduscht in unserem Zimmer an:

Im Laufe des Tages hatte ich Moritz öfters gefragt, ob seine Schuhe noch ok sind. Er hatte Turnschuhe an und ich traute denen nicht, dass sie innen trocken halten. Er meinte immer, sie seien ok. Im Zimmer traf mich dann fast der Schlag als ich die Schuhe anfasste!

Sie waren klitschnass!!! Einziger Kommentar von ihm: „Ist doch egal Mama, wir hatten Spaß!“  :-D
Mit dem Föhn habe ich dann versucht die Schuhe trocken zu bekommen. Aber nach einer halben Stunde fönen, er glühte regelrecht schon, und Blick auf die Uhr, es war bereits 23.30 Uhr, bekam ich doch das schlechte Gewissen unseren Zimmernachbarn gegenüber und gab auf.
Den ganzen Tag das nasskalte Wetter hat uns zum Schluss dann doch auch etwas frieren lassen. Und dann war unser Zimmer eiskalt! Schnell zur Rezeption und dort Bescheid gegeben, dass die Heizung nicht funktioniert. Die Dame dort hat sich tausend Mal entschuldigt, dass sie wohl jetzt um die Uhrzeit keinen Techniker mehr ranbringen würde, aber sie würde sich morgen früh gleich drum kümmern. Ich war gespannt!

Bis zum nächsten Morgen sind die Schuhe natürlich nicht getrocknet!   :-(
In den Resortshops hatten wir gestern bereits nach Gummistiefeln geschaut, aber es gab nirgends mehr Moritz seine Größe! Auch nach Telefonaten, seine Größe war out of stock. Sch…! Also führte unser erster Weg am nächsten Morgen in das nahe gelegene Einkaufscenter, um für Moritz Gummistiefel zu besorgen. Schließlich versprach die Wettervorhersage nichts Gutes. War gar kein so leichtes Unterfangen wie anfangs gedacht. Für lächerliche 47.-!!!!! Euro erstanden wir nach langem Suchen endlich welche!!! Man gönnt sich ja sonst nix ;-)
Dazu habe ich mich noch maßlos über mich selbst geärgert. Jedes Mal hatte ich bis jetzt Ersatzschuhe für ihn dabei! Aber weil er unbedingt seinen eigenen Koffer mit seinen Klamotten haben wollte, habe ich natürlich geschaut, dass sein Koffer so wenig wiegt wie möglich. Und ein zweites Paar Schuhe??? Ach, das haben wir doch noch nie gebraucht! War immer umsonst dabei… Grrrrr, teuer dazugelernt...
Aber einmal in Val d´Europe nutzten wir die Gelegenheit und gingen gleich hier etwas günstiger Mittag essen.
Als wir danach im Santa Fe wieder unser Zimmer betraten, haute es uns fast um! Jetzt lief die Heizung! Und zwar volle Kanne! Kleiner Break und unsere Jacken an die Heizung gehangen, um sie richtig durchtrocknen zu lassen. Sie waren doch auch noch recht feucht vom Vortag...
Ausgeruht und wieder trocken gelegt konnte unser Rundgang durch den Park fortgesetzt werden. Dabei war Moritz total begeistert von seinen neuen Stiefeln... Ich glaube, der Abend vorher in den nassen Turnschuhen war doch unangenehmer als er zugeben wollte  ;-P

Erster Stop im Park war heute Phantom Manor:


Ich nehme es mal vorweg: Außer einen Sonnentag am Mittwoch gab es ansonsten auch die nächsten Tage nur noch Regen, Regen, Regen.

Und damit haben sich die 47.-Euro, über die ich immer noch nicht so ganz hinwegkomme, wenigstens gelohnt. Trotz des Wetters hatten wir sehr viel Spaß. Und da wir dieses Mal allein unterwegs waren und keine "Neulinge" dabeihatten, hatten wir uns die restlichen Tage einfach so treiben lassen ohne Ziel und Zeit. War echt super! Und zwischendurch sind wir immer lecker essen gegangen ;-)
Oder z.B. Pirates of the Caribban gefahren:



Am Mittwoch Morgen waren wir beim Characters Breakfast im Cafe Mickey. Moritz hatte dabei wieder Riesenspaß und das war die Hauptsache für mich. Ansonsten bin ich immer noch der Meinung, dass dort das Frühstück gewaltig nachgelassen hat. Ich fand die Auswahl an frischen Sachen vor Jahren um einiges besser. Ebenso die Besuche der Characters. Die rauschen jetzt irgendwie einfach nur noch so durch. Wir haben noch Videos daheim, wo Prinz John mit uns um Goldtaler feilscht, Minnie mit Moritz am Boden spielt oder einer von uns durch Captain Hook gefangen genommen wurde…


Durch das zeitige Frühstück waren wir recht schnell wieder draußen und konnten so noch die EMH´s im Park mitnehmen.

Und die waren super, im Park war nicht allzu viel los  :-)



Durch den Regen waren leider nicht so viele Characters unterwegs. Es dauerte ganz schön lang, bis sich das Autogrammbuch etwas füllte. Nur am Mittwoch schien den ganzen Tag die Sonne. Also Kamera raus und Characters Location ansteuern.
Ein Muss war wie jedes Mal Winnie Pooh. Eigentlich ist Tigger Moritz absoluter Liebling, aber nachdem er nicht ganz so oft zu greifen ist, muss eben Winnie Pooh herhalten. Kleiner Rückblick: Moritz bekam von uns zu seinem ersten Geburtstag Tigger als Plüschi geschenkt. Den liebt er bis heute heiß und innig. Einzig sein Happy, ein Plüsch-Hund, den er in USA gemeinsam mit seiner Schwester in einem Build a Bear Workshop „zum Leben erweckt hat“, konnte Tigger vom Platz 1 Sockel vertreiben.

Seitdem wird immer durchgewechselt. Mal kommt Tigger mit auf Reisen, mal Happy.
Die meist angeschauten DVD´s daheim sind dadurch die von Winnie Pooh. Wir haben die letzten Jahre als unser Junior immer älter wurde schon ein paar Mal gedacht, `na, jetzt wird aber Schluss sein mit Winnie….´ nööö, an denen hält er immer noch fest.

Und jedes Mal wenn wir in Paris sind, beschwert er sich bei uns, dass es hier keinen Pooh Ride gibt! Skandal!!!


Gleich nach Winnie Pooh und Tigger kommt auf Sohnemanns Top Ten Liste: Jack Sparrow! Der Unterschied könnte ja kaum größer sein... 

Und wie es dazu kam, war auch recht lustig: Wir waren vor Jahren bei Freunden und hatten uns den ersten Fluch der Karibik Film ausgeliehen für einen gemütlichen Videoabend. Da war unser Pimpf gerade mal 3 oder 4. Also erst mal gemütlich beisammen gesessen und gegessen und dann den kleinen Mann auf die Couch zum Schlafen verfrachtet. Gegen 22.00 Uhr haben wir dann begonnen den Film anzuschauen. Hinter uns lag das scheinbar schlafende Kind. Aber als es gegen Ende spannend wurde, sprang unser kleiner Scheißer auf und schie: „Jack!“ Wir sind damals soooo erschrocken!!! :-D  Und er hatte anstatt zu schlafen die ganze Zeit mitgeschaut, plapperte auf dem Heimweg dann nur von dem Film und seitdem drehte sich alles nur noch um Piraten. Als Moritz dann noch zum Geburtstag Pirates oft he Caribbean Figuren bekam, war es ganz aus! Ganze Filmszenen wurden gemeinsam mit seiner Schwester nachgespielt. Und jedes Mal wenn ein neuer Teil der Filmreihe ins Kino kam, gabs daheim dicke Tränen, weil er zwecks seines Alters noch nicht mit ins Kino durfte. Aber wie gut, dass man eine große Schwester hat...

Immer am ersten Tag der DVD Veröffentlichungen stand sie bei ihm in seiner Zimmertür mit dem jeweiligen Film in der Hand und auf ging´s.
Oh weih, jetzt bin ich ganz schön vom Reisebericht abgeschweift, aber das fiel mir gerade wieder ein bei den Fotos.

Dazu noch ein kleines älteres Foto. Moritz auf dem Weg zum Kindergartenfasching.


... und Junior kam freudestrahlend auf mich zu! Jack hatte ihn nach Namen, Alter und Herkunft gefragt. Moritz war total begeistert, weil er so deutlich gesprochen hatte und er alles verstanden hatte und antworten konnte. Weil er mir das alles gleich und sofort erzählen musste, standen wir noch einen Augenblick vor der Bühne und bekamen mit, wie nach uns wieder ein deutsches Kind an die Reihe kam. Jack wollte sich auch mit diesem Jungen unterhalten, aber das Kind verstand ihn nicht, hatte aber trotzdem sichtlich Spaß an dem Treffen. Aber die Mama des Kindes, die neben uns stand, regte sich mordsmäßig auf (sorry, aber typisch deutscher Proll), dass Jack mit ihrem Kind auf einmal nicht mehr deutsch sprechen würde!!! Häh????  Aber Moritz, der das auch gehört hatte, sagte gleich:

„Jack hat mit mir französisch gesprochen, nicht deutsch!“

Der Dame blieb dann doch kurzzeitig der Mund offen stehen und wir zogen grinsend von dannen.

Überhaupt waren sehr viele Deutsche unterwegs. Fast in jeder Ecke hörte man deutsch. Das heisst: vor allem Bayerisch ;-)

Die Pfingsferien haben doch einige genutzt, um einen Ausflug hier her zu machen. Und es war wirklich nett, immer wieder mal in einem Wartebereich einen deutschen Small Talk halten zu können. Und alle mit denen wir uns kurz unterhielten waren Wiederholungstäter.



Nachdem es endlich mal etwas trocken war, haben wir uns auch auf die Suche nach einem DLRP Cache gemacht. Ja, sogar hier im Park gibt es einen! Der liegt im Adventureland und steht schon seit Jahren auf unserer To do Liste, aber irgendwie haben wir ihn dann immer vor lauter Aufregung und Faszination vorort vergessen... Jetzt sollte er aber gehoben werden!

Wir haben ihn gefunden und wieder einen Punkt mehr in unserem Geocaching Account.
(Allerdings für die zwei anderen bei Mc Donalds und beim Parkplatz hatten wir trotz 5 Tage im Resort wieder mal keine Zeit...)


Zeit wurde es auch, endlich einen Gang über die große Hängebrücke zu wagen. Da wir meistens im Winter hier sind und dann die Brücke oft gesperrt ist, hatten wir noch nicht allzu oft das Vergnügen. Und da ich nicht höhentauglich bin, schon gar nicht wenn es auch noch wackelt, war das ein Höllenspaß für unseren Junior. Und als wenn sie es gerochen hätten, kamen natürlich gerade als wir mitten auf der Brücke waren, eine Gruppe größerer Kids, die so richtig darauf losgesprungen sind... Ich in meiner Verzweiflung muss einen herrlichen Anblick abgegeben haben, denn Moritz liefen vor Lachen die Tränen runter…

Hier geht´s weiter: