Tag 15

Samstag, 02. April 2016

by Bäda

Diesmal war die Nacht störungsfrei und wir waren top ausgeschlafen am Start, um unsere Heimreise anzutreten. Wir ließen uns aber gut Zeit, hatten wir doch an diesem Tag nichts mehr groß eingeplant. Auf dem Weg mit dem Auto von Liverpool nach Manchester sollte es noch eine Besichtigung geben, ein Haus namens Dunham Massey. Das Wetter war auch richtig „british“, es regnete ordentlich.

So tuckerten wir gemächlich zu unserem Zwischenstopp, der –mal wieder- wirklich ansehnlich war.

Dunham Massey ist ein altes englisches Herrenhaus mit unglaublich riesigen Ländereien drumrum und innen bestens erhalten.

Auch dieses Haus gehört heute dem National Trust.

Und so hatten wir als Mitglieder natürlich freien Zugang zu dem Herrenhaus wie auch zu dem ca 12ha großen Garten.

Der Rest des Anwesens ist ein Wildpark, der für alle umsonst und frei zugänglich ist.

Der größte Teil des Hauses wurde von 1732–1740 erbaut.

Die Tour durch das Haus war auch sehr unterhaltsam, weil es drum rum eine Geschichte von einem der vielen Earls gab, der das Haus bewohnte und der sich recht wenig um gesellschaftliche Konventionen scherte, vor allem was die Wahl seiner zweiten Ehefrau anging.

Eine Besonderheit dieses Hauses war, dass sie hier Unterhaltsames mit Nützlichem verbunden hatten.

Mitarbeiter wurden in historische Dienstkleider gesteckt, spielten Rollen der Dienerschaft und putzten so das Gebäude.

Es war sehr unterhaltsam, dem Gespräch zweier Hausmädchen zu folgen ;-)

Am Ende der Besichtigung gelangte man direkt in einen den Innenhof des Gebäudes,

wo es auch noch einige Gewerke wie z.B. die Wäscherei zu besichtigen gab.

Hier in der Küche trafen wir auch noch einmal auf eine Mitarbeiterin, die als Küchenmagd ein chauspiel bot.

So fragte sie einen kleinen Buben, ob er ihr nicht zur Hand gehen könnte, der sich daraufhin sofort hinter seiner Mama versteckte.

Logisch, in der Früh wahrscheinlich noch mal davongekommen, sein Zimmer daheim aufräumen zu müssen,

und jetzt sollte er hier in der Küche putzen! Ging ja gar nicht!  :-D

Eine super Idee war es trotzdem, hauchte doch das gespielte Hauspersonal diesem Gebäude

noch viel mehr Leben und Authentizität ein.

Danach trieben wir uns noch auf dem riesigen Grundstück herum

und besichtigten eine alte Mühle, die auch noch lief.

Dann galt es noch dem sehr weitläufigen Wildpark einen Besuch abzustatten und dabei beobachteten wir ein paar Rehe,

die uns über den Weg liefen. Ein wirklich beeindruckender Schlosspark.

Der Regen hatte mittlerweile auch ein Einsehen und setzte aus. Am Ende der Tour nahmen wir noch den Schlossgarten mit,

Annett hatte noch nicht genügend Fotos ;-P


Danach begaben wir uns langsam wieder zum Auto. Wir waren nur noch 9 km vom Manchester Airport weg und fuhren,

nur unterbrochen von einem letzten Tankstopp, direkt dorthin zur Mietwagenrückgabe.

Und ich war wirklich froh, das „linksgewickelte“ Vehikel unbeschädigt da abzustellen. Das Rückgabeprozedere lief problemlos, wir gaben gleich danach unser Gepäck auf und suchten uns noch ein Restaurant, um was zu essen.

Das war gar nicht so einfach, denn Manchester Airport ist echt unübersichtlich und miserabel ausgeschildert. Im Bereich der Gates wurden wir dann aber fündig und schlugen nochmal richtig zu, auch gleich mit 2 Bier für mich und 2 letzten Ciders für Annett.

So brachten wir die Zeit zum Boarding gut rum und der Flug ging auch pünktlichst auf die Minute von der Startbahn ab. Wenn da nur nicht wieder unser Pech gewesen wäre, dass immer Deppen um uns rum sitzen. Diesmal ein Vater mit 2 Kindern in der Reihe hinter uns,

der die schreienden, verzogenen Drecksschratzen den ganzen Flug über nicht unter Kontrolle brachte.

Zum Glück ging der Flug nur 1 Stunde 45 Minuten und wir landeten pünktlich in München und waren auch schnell aus dem Flieger.

Die Passkontrolle dauerte recht lang, was aber die Wartezeit am Gepäckband eliminierte. Wir nahmen unsere Koffer auf und gingen zum Ausgang, wo unser großes Kind und Schwiegersohn schon auf uns warteten. Denkste! Keiner da, mal wieder!

Und schon kam auch die SMS, sie sind in Garching beim Griechen hängengeblieben und verspäteten sich.

Was machen wir also dann? Ab in die Sportsbar und ein Weißbier und einen Russen bestellt.

Als die „Kinders“ dann kamen, mussten sie halt noch warten, bis wir ausgetrunken hatten. Kleine Sünden….  ;-)

Die Heimfahrt ging dann zügig, wir hatten ja auch jede Menge zu erzählen und so saßen wir noch bis Mitternacht zusammen, bevor wir dann die erste Nacht wieder zu Hause antraten.

Am Ende bleiben wunderschöne Erinnerungen an einen tollen Urlaub, gar nicht „Wagmans-typisch“, aber doch sehr schön

und wir freuen uns schon auf die zwei Wochen Südengland im Sommer.

 

Fazit:

Kilometer:

Wetter:

Essen:

Urlaubssong:

Wir haben insgesamt 1831 Kilometer runtergeschrubbt. Klingt viel, kam uns unterwegs aber gar nicht viel vor.

Durchwachsen. Allerdings waren wir froh, dass es nicht so nass kam wie eigentlich vorhergesagt.

Viel besser, als es einem die Vorurteile suggerieren!

Boss Hoss: Jolene

Da wir dieses Mal das AV Kabel dabei hatten, durfte Moritz im Auto unser DJ sein

und diesen Song wählte er jeden Tag mit aus.

 


- Ende -