Mallorca/ Spanien

Pfingstferien 13.-22.05.2008

Wir ergatterten uns ein super Schnäppchen für Mallorca. Nur Unterkunft und Flug mit Ryan Air ab Frankfurt/ Hahn.

Bereits am Vortag fuhren wir von München aus zum Flughafen. Wieso heißt der Flughafen eigentlich Frankkfurt/ Hahn, wenngleich Frankfurt nicht mal annhähernd in der Nähe liegt??? Im Vorfeld hatten wir uns schon in der Nähe des Flughafens ein Hotelzimmer gebucht in einem Haus, wo wir unser Auto die nächsten knapp 2 Wochen kostenfrei stehen lassen konnten und ein Shuttlebus zum Flughafen anboten.

Diesen nutzten wir am nächsten Morgen, um zur Abflughalle zu gelangen. Dort herrschte bereits Chaos, weil viele Passagiere überlesen hatten, dass bei ihrer Buchung kein Gepäckstück inkludiert war. Bei uns allerdings schon :-) 

Total chaotisch verlief das Boarding. Es gab bei Ryan Air keine Sitzplatzangabe auf den Tickets, somit: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns ebenfalls in die Schlange zu drängeln, damit wir Plätze nebeneinander bekamen. Wenn man normale Flieger schon als eng befindet, hier war es noch enger! Der gesamte Flieger kam etwas schmuddelig daher und das Fenster in unserer Reihe hatte innen einen kleinen Riss. Irgendwie fühlten wir uns alles andere als sicher und für uns stand da schon fest: Mit Ryan Air fliegen wir nie wieder!

In Portocolom checkten wir in unserem gebuchten Appartmenthotel ein. Die Anlage erwachte erst gerade wieder aus ihrem Winterschlaf, so daß unser Zimmer noch etwas muffig roch. Aber mit ein bißchen Lüften ging es gleich besser. Ansonsten war es aber sauber. Die Betten hätten besser sein können, aber aufgrund des günstigen Preises wollten wir mal nicht meckern ;-P


Am ersten Tag gings per Bus nach Palma de Mallorca, wir wollten uns einen Mietwagen mieten. Am Vorabend hatten wir bereits in unserem Örtchen geschaut, sind aber nicht fündig geworden. Man merkte, dass die Saison erst begann, es waren noch viele Geschäfte geschlossen.

In Palma gab es dann genügend Vermietstationen, allerdings taten wir uns trotzdem schwer eine passende für uns zu finden. Wir besaßen zu dieser Zeit noch keine Kreditkarte, die aber von fast allen verlangt wurde. Schlußendlich war uns das Glück hold

und wir konnten mit einem Mietwagen auf Erkundungstour gehen.

Bereits daheim hatten wir uns ein paar Wandertouren herausgesucht. Als erstes ging es bergauf zur Burg Santueri.

Das Castell de Santueri ist die Ruine einer Felsenburg auf dem Tafelberg Puig de Santueri  im östlichen Gebirge.

Wir begannen unsere Tour auf der befestigten Straße, kamen aber irgendwann auf die Superidee querfeldein weiter zu laufen.

So kraxelten wir hinauf, Dornengestrüpp zerstach uns die Beine und plötzlich gings nicht weiter, wir standen vor hohen Mauern :-(


Also umdrehen und zurück zum Hauptweg.

Die Aussicht von hier oben war phänomenal!

Wieder zurück auf der Straße dauerte es nicht mehr lang

bis wir unser Ziel erreichten.


Die Burg faszinierte uns total. Sie war riesengroß. Leider stand vorher nirgends etwas, daß sie wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen war.

Doch der anstrengende Aufstieg war nicht ganz umsonst, wir wurden mit einer super Aussicht belohnt.

Aber bevor wir den Ausblick genossen, gab es erst mal eine Brotzeit. Die ist für Moritz immer noch das Wichtigste bei einer Wanderung ;-)



So sahen wir alle drei an unseren Füßen aus:

Hinunter lief es sich dann fast wie von selbst ;-)


Es war doch eine gewaltige Strecke, die wir an diesem Tag absolviert haben.

Umso besser schmeckte da das Abendessen :-)

Natürlich stand auch ein Ausflug nach Palma auf dem Programm. Wir begannen mit dem Besuch der Kathedrale La Seu.

Die Kathedrale ist das Wahrzeichen von Palma de Mallorca. Der Legende nach hat ein Sturm Jaume I. bei seiner Reise über die Inseln überrascht und er hat die Jungfrau um Hilfe bittend ein Versprechen abgegeben, dass wenn er aus dieser Gefahr mit seinem Leben davonkommen sollte, er ihr zu Ehren eine Kirche bauen lässt. Wir fanden sie sehr beeindruckend.



Moritz war total beeindruckt von den konservierten Gebeinen.

War aber schon ein bißchen gruselig....



Wir zogen danach weiter in die Innenstadt...


... und schlenderten unter anderem durch die Markthallen,

wo wir uns mit frischem Obst eindeckten.

An einem Tag fuhren wir interessehalber zum Ballermann. Man muß doch mitreden können ;-)

Es war der Wahnsinn! Wir parkten das Auto etwas weiter weg und liefen am Strand zu dem berühmt-berüchtigten Strandabschnitt.

Umso näher wir kamen, umso mehr stank es! Unter freiem Himmel wabte ein Urin-, Erbrochenen-Duft durch die Luft.

Bäh, nüchtern fast nicht zu ertragen.

Wir liefen zügig zurück zum Auto und fuhren zurück Richtung Hotel mit noch ein paar Zwischenstops.

Nächstes Ausflugsziel war die Touristenhochburg Cala Millor. Obwohl noch keine Hochsaison war, war uns hier jetzt bereits viel zu viel los.

Zudem gefielen uns die vielen deutschen Lokale nicht. Es gibt zwar einen richtig schönen breiten Sandstrand mit türkisklarem Wasser,

aber dieser Landstrich ist einfach nicht unser Ding.

Wir liefen die gesamte Bucht ab bis der Sand verschwand und die Küste steinig wurde.

Ein schöner Spaziergang war es allemal, aber wir mochten uns nicht vorstellen, wie es hier im Sommer zugehen mag.

Bei der Recherche über lohnende Ausflugsziele stießen wir immer wieder auf den Strand Es Trenc. da lasen wir:

"Kein Strand in Europa übt solche Faszination auf seine Besucher aus wie der Es-Trenc. Damit zählt er zu den beliebtesten Stränden der Balearen, wenn nicht sogar von ganz Europa. Angesichts seines weißen Sandes und des türkisfarbenen Wassers erweckt er bei vielen Besuchern Eindrücke eines karibischen Flairs, auch wenn die Palmen fehlen."

Bei soviel Lobhudelei mußten wir natürlich hin!

Die Parkplätze lagen weiter weg und bereits der Fußmarsch durch die Vogelschutzgebiete machte viel Spaß!

Und dann kam der vielgelobte Strand und wir waren regelrecht sprachlos!

Dieser Strand war einfach ein Traum!

Wir suchten uns ein ruhiges Plätzchen aus und verbrachten ein paar relaxte Stunden.

Moritz buddelte und plantschte und hatte eine Menge Spaß!


Und unser kleiner Racker ließ es sich nehmen

trotz der kalten Wassertemperatur mal kurz hineinzuspringen :D

Verjagt wurden wir schließlich von einer dunklen Gewitterfront.

Wir packten rechtzeitig zusammen und schafften es so noch trockenen Fußes zurück zum Auto.

Auch unser kleines Örtchen bei Portocolom bot eine faszinierende Naturkulisse.


Ein unvergesslicher Tag war für uns der Ausflug zum südlichsten Punkt Mallorcas, dem Cap Salines.

Es war nicht ganz so leicht zu finden, weil nur eine kleine Straße hinunter führt, die Abfahrt kann man schnell übersehen.

Man parkt dann direkt an der Straße und muß das letzte Stück zu Fuß gehen.

Am Cap Salines befinden sich ein Leuchtturm und unzählige von den Besuchern aufgeschichtete Steintürmchen.

Über diese felsige Küste zu klettern war ein Erlebnis

und vor allem Moritz konnte fast nicht genug davon bekommen.

Wir liegen die Steinküste ab bis wir auf eine sandige Bucht stießen.

Und dieses kleine Areal war wie gemacht für unseren Junior, der ein riesengroßer Jack Sparrow-Fan aus den "Fluch der Karibik"-Filmen ist.

Es gab einen kleineren Bunker zu erkunden und eine kleine vorgelagerte Insel, zu der wir hinüber laufen konnten. Moritz fühlte sich hier als wahrer Pirat, suchte nach Schätzen und versteckte sich vor vorbeifahrenden Booten. Es war einmalig!



Wir fuhren ansonsten noch querfeldein durch die Insel

und hatten richtig schöne Ecken gesehen.

Unser Flieger nach Hause startete erst am späten Nachmittag, so blieb noch Zeit, um einen Bummel

durch den Hafen von Palma de Mallorca zu machen. Es war der Hammer zu sehen, wieviele Schiffe hier vor Anker lagen!

Das war ein schöner Abschluß unseres Pfingsturlaubs!

Danach gings wieder zurück nach Deutschland..... ja, mit Ryan Air!

Und auch wir mußten dran glauben, direkt am Schalter unsere Koffer umzupacken, weil einer zu schwer war.

Aber wie schon zu Beginn geschrieben: Nie wieder Ryan Air!


Außer dem Chaos mit der Airline war es ein wunderschöner Urlaub!

Wir hatten viel gesehen und entdeckt. Mallorca ist einfach viiiiel mehr als der Ballermann.

Von daher: Wir sehen uns bestimmt mal wieder, aber auf keinem Fall im Sommer!

- ENDE -