Tag 9

Sonntag, 21. April 2024

Unsere Wahl am vorigen Abend war auf den Red Beach gefallen. 

Von der Seite der Bucht, wo wir noch die bemalte Mauer sehen wollten, sollte ein beschilderter Weg zu diesem Strand führen.

Prima, damit schlugen wir ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Also liefen wir erst mal zum Strand von Matala.

An diesem Tag wehte kein Wind und das Meer war total ruhig, es gab dort kaum Wellen.

Somit konnten wir nun zur bemalten Mauer direkt am Strand entlanglaufen.

War sie nicht schön?

Irgendwo am Ortsende sollte der Einstieg zum Trail sein.

Wir fanden keine Hinweisschilder und marschierten einfach mal in die Richtung, wo wir den Weg vermuteten.

Die Häuser hörten auf und wir landeten vor dieser Kulisse.

Einfach nur wow!

Bäda mutmaßte, dass dieser Trampelpfad der von uns gesuchte Trail war.

Schließlich hatte genau deswegen schon jemand hier sein Moped geparkt!

Aha!

Ich bezweifle bis heute, dass wir den richtigen Weg gefunden hatten!  ;-P

Es ging recht schnell ziemlich steil hinauf. Noch dazu über lose liegende Steine.

Ich fand diese Kletterei alles andere als lustig! Die dornigen Sträucher wuchsen immer dichter, je höher wir kamen.

Irgendwann querte unseren "weg" auch noch ein fettes Stromkabel. Und wir sahen in einiger Entfernung paar Leute an anderer Stelle hinaufkraxeln.

Also zusammengefasst: mir hat dieser Aufstieg absolut keinen Spaß bereitet!

Ich machte drei Kreue als wir endlich oben ankamen! Immerhin wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt!

Bevor es dann auf der anderen Seite des Berges hinab zum Red Beach ging, machten wir oben noch eine Verschnauf- und Trinkpause.

Das war mehr als nötig ;-P

Außerdem gab es oben noch einen Ansporn, um wirklich darunter zu gehen.

Unten am Strand sollte es eine colle Bar mit leckeren Cocktails geben.

Und für einen guten Mojito nimmt Frau Wagman doch einiges in Kauf  ;-D


Also nichts wie runter vom Berg, wir wollten nun zu dieser Bar.

Der Abstieg über den felsigen Pfad gestaltete sich dann aber nicht ganz so easy.

Teils ging der Pfad recht steil hinab und mir stellte sich dann meine Höhenangst in den Weg.

Bäda eilte mir davon, ich folgte ihm langsamer in meinem Tempo. Es waren auf dem Weg einige Leute auf- und abwärts unterwegs

und manchmal war der Weg so schmal, dass man erst mal paar Personen passieren lassen musste bis man selber weitergehen konnte.

Dort unten war der Ort unserer Begierde:

die Bar samt geilen Strand und dem türkisfarbenen Meer!

Jeder Weg geht irgendwann zu Ende- wir erreichten endlich besagte Bar!

Unsere Enttäuschung hätte dann nicht größer sein können: die Bar war doch tatsächlich geschlossen!!!

Wir konnten es nicht fassen! 

Uns war nicht bewusst, dass diese Tour so anstrengend sein würde und so hatte jeder von uns nur wieder eine Flasche Wasser dabei.

War eigentlich zu wenig bei diesen Temperaturen.

Am Strand entledigte sich Bäda blitzschnell seiner Klamotten und machte sich auf ins kühle Nass.

Obwohl es fast windstill war, gab es an diesem Strand teils hohe Wellen und vor allem eine starke Strömung unter Wasser.

Die sah man halt vom Strand aus nicht. Bäda lief also nichtsahnend ins Meer, das Wasser stand ihm gerade mal bis an die Knie, als eine Welle heranrollte und ihn komplett mitriss. Er lag dann auf allen Vieren am Strand, die Szenerie hatte etwas von einer sich im Sand rollenden Robbe!

Ein Bild für Götter!

Mir liefen Tränen vor lauter Lachen übers Gesicht und Bäda selbst musste auch so Lachen, dass er kaum auf die Füße kam! :-D

Anschließend schaffte er es aber auch noch etwas zu schwimmen.

Nach seinem Bad lief Bäda zum Trocknen der Badehose den Strand entlang. Dabei entdeckte er einen kleinen Stand, wo ein pfiffiger Kerl Getränkedosen aus seiner Kühlbox zum Verkauf anbot. Der machte auch richtig Geschäft, nachdem die Bar geschlossen war.

Bäda kaufte ihm für uns zwei Bierdosen ab. Richtig kalt war das Bier nicht mehr, aber was anderes war in diesem Moment halt nicht zu bekommen.

Also ließen wir uns das lauwarme Bier mehr oder weniger schmecken. Prost!

Ansonsten war der Red Bech einfach nur traumhaft schön!

Auch die Bar war richtig cool, wenngleich sie natürlich geöffnet viiieeel schöner gewesen wäre.

Wie schon im Dorf war auch rings um die Bar alles farbenfroh und bunt.


Wir blieben eine ganze Weile am Strand sitzen, langweilig wurde uns dabei überhaupt nicht.

Irgendwann traten wir dann aber den Rückweg an.

Noch einen letzten Blick auf die schöne Bucht, bevor sie über die Kuppe hinweg wieder unserem Blick entschwand.

Ich hatte Bäda bereits nach unserem Aufstieg mitgeteilt, dass ich diesen Weg auf gar keinen Fall wieder hinunterklettern würde.

Und dann begegneten wir zwei Frauen, die aus einer anderen Richtung kamen. Es sah so aus, als wenn hinter ihnen der Weg breiter war und sanfter anstieg. Wir folgten also dieser Richtung und kamen so auf einen normalen breiten Weg. Geht doch!  ;-P

Dort kamen wir an Höhlen vorbei, die regelrecht zugemauert worden sind und innen waren Steine wie Tischgruppen und Lagerstätten drapiert.

Ob Schäfer in den Höhlen Unterschlupf fanden???

Etwas anstrengend war durch die Hitze auch dieser Weg. 

Aber es lief sich tausend mal besser als über die unebenen steinigen Felsen.

Und auch auf diesem Weg gewannen wir so an Höhe, dass wir wieder Aussicht aufs Meer hatten.

Wenn auch weiter entfernt als vorher.

Wir hatten uns die gesamte Wegstrecke gefragt, wo wir wohl unten im Tal rauskommen würden.

Nach dieser kleinen markanten Bergspitze wussten wir es.

Genau unter uns lag der Weg und die kleine Kirche, wo wir am Vortag entlang gewandert sind.

Wir passierten eine große Ziegenfarm, bei der es genauso widerlich roch wie gestern bei den Ziegen, die noch unter uns lagen.

Fast unglaublich wie es unter freiem Himmel dermaßen stinken konnte!


Wir schauten, dass wir schnell an dem Gehege vorbeikamen.

Dann noch einmal Luft angehalten, als wir an den Ziegen vom Vortag vorbeiliefen.

Endlich erreichten wir wieder unsere Unterkunft.

Wir machten uns kurz frisch und brachen erneut auf, um im Dorf essen zu gehen.

Wir wollten ein neues Restaurant testen und fanden über dem Strand ein gemütliches Plätzchen mit Blick aufs Meer.

Lustig wurde es, als uns die Speisekarte gereicht wurde. Wir trauten unseren Augen kaum!

Tatsächlich waren wir wieder im "The Lions" gelandet!

Beim Blick über die Brüstung sahen wir es dann. Genau unter uns saßen wir gestern nachmittag.

Dieses Mal halt eine Etage höher. Es war uns komplett entgangen, dass sich die Taverne über zwei Stockwerke erstreckte.

Wir hatten durch unsere Wanderung nun so großen Hunger,

dass wir reichlich auftragen ließen. Alles war sehr köstlich!


Es sollte der letzte Abend in Matala für uns sein, also zogen wir nach dem Essen noch in die Ortsmitte zu einer der Bars weiter.

Einen Barbesuch konnten wir an dem Tag ja schließlich noch nicht verzeichnen :-D

Was für schöne bunte Tischchen!

Klar, dass wir uns hier niederließen.

Es saß sich so gemütlich,

dass wir dort für zwei oder drei Runden blieben  ;-P


Und wie schon geschrieben,

am Abend waren die Gassen im Ort kaum besucht:

Dieser kunstvoll geschnitzte Baum steht am Eingang des Dorfes.

Es war tatsächlich das erste Mal in diesem Urlaub, dass wir erst im Dunkeln aufs Zimmer kamen.

Auf Grund der kälteren Temperaturen am Abend hatte es uns bis jetzt immer schon beizeiten ins Warme gezogen.

Und so konnten wir an unserem letzten Abend immerhin noch sehen,

dass unser Heimweg nachts gut beleuchtet war.  :D

 

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