Tag 8

Samstag, 20. April 2024

Blick von unserem Balkon aus.

Im Hintergrund kann man den Swimmingpool der Unterkunft sehen und links die Baustelle:

Am Vormittag zogen wir los, um die Gegend hinter unserer Pension etwas zu entdecken.

Da gab es ein paar Wanderwege. Also für uns schauten sie aus wie Wanderwege, aber irgendwann fuhr dann auch ein Auto und Quad an uns vorbei.

:-D  Griechenland halt!

Recht schnell führte uns der Weg einen Hang hinauf.

Auf einer der Anhöhen stand mitten im Nirgendwo mal wieder ein kleines Kirchlein.

Seid froh, dass man über die Fotos keine Gerüche empfangen kann!

Rund um die Kirche weideten in großer Anzahl Ziegen. Es stank erbärmlich!

So schauten wir, dass wir wieder schnell von dort wegkamen.

Uns faszinierte, dass trotz der Hitze am Tag in den unteren Gefilden, oben auf dem Gipfel der hohen Bergkette tatsächlich noch Schnee lag.

Unten an unserer Unterkunft angekommen, machten wir erst mal eine kurze Pause an der Bar.

Lustig fanden wir, dass der Deko-Bulli gestern abend geschlossen war und nun tagsüber die Türen offenstanden  :-D

Nach einer kleinen Erfrischung stiefelten wir wieder los.

Jetzt ging es wieder in den kleinen Ort Matala, der in den 60er Jahren einer der Sehnsuchtsorte der Hippiebewegung war.

Unser Ziel war in der Bucht die Felswand mit den Höhlen. 

Ursprünglich wurden sie wohl schon in der Antike aus dem weichen Gestein geschlagen und dann als Gräber genutzt.

In den 60er und 70er Jahren nutzten die Höhlen die Hippies als Behausungen, um dort im Einklang mit der Natur zu leben. 

Unter anderem wohnten dort zeitweise auch die Musiker Cat Stevens und Bob Dylan. Das war doch somit allemal einen Besuch wert.

Es war auch mal wieder etwas windiger und so schlugen die Wellen und die Gischt kräftig an der Felswand ein.

Das Areal um die Höhlen war bis vor zwei Jahren noch kostenfrei erkundbar.

Mittlerweile wurde vor der Gesteinswand ein Zaun aufgestellt sowie ein Kassenhäuschen.

Kinder kamen (noch) ohne Gebühr hinter die Absperrung, Erwachsenen wurden 4 Euro Eintritt abgeknöpft.

Für uns war das im Endeffekt Geldschneiderei und das Landschaftsbild wurde durch den greislichen Zaun verunstaltet.

Wir kletterten dann wie gefühlt hundert andere mal los.

Obwohl ich meine Wanderschuhe mit gutem Grip anhatte, rutschte ich dauernd auf dem steinigen Gelände aus.

Daher schaute ich mir nur zwei der unteren Höhlen an. Die langten mir dann auch eh schon.

Erstens gab es nicht mehr zu sehen, als paar in den Fels geschlagene Liege- bzw Ablagestellen. Und zweitens stanken diese Höhlen allesamt erbärmlich nach Urin. Bäh! Für das Eintrittsgeld hätte man eigentlich erwarten können, dass die Gemeinde diese Höhlen wenigstens ein wenig instandhält!

Bäda kletterte allerdings die Wand noch weiter hinauf. Ich setzte mich derweil unten auf einen der kleinen Felsen und wartete dort auf ihn.

Die Warterei auf ihn in der prallen Sonne hatte mir dann aber einen kleinen Sonnenbrand beschert.  

Wir liefen anschließend über den Strand hin zu den Restaurants. Es wurde für uns langsam Zeit, etwas zu essen.

Die erste Taverne, die wir so erreichten, hieß doch tatsächlich "The Lions".

Also bei dem Namen mussten wir überhaupt nicht lange überlegen, ob wir dort einkehren sollten.

Wir fanden direkt in der ersten Reihe zum Meer hin einen freien Tisch.

Vom freundlichen Ober wurde uns die Speisekarte gereicht und die war dann auch noch weiß-blau!

Gibt es manchmal Zeichen??? Jaaaaaa!

Zu essen gab es dann gute Hausmannskost, uns schmeckte es.

Und mit der grandiosen Aussicht vor unserer Nase blieben wir mal wieder etwas länger sitzen.

Mittlerweile begann die Flut zu kommen und der Strand wurde somit immer kleiner.

Blöd, eigentlich wollten wir nach dem Essen noch auf die andere Seite der Bucht, wo es eine Mauer mit einem bunten Schriftzug gab.

Wir verließen den Strandabschnitt und gingen durchs Zentrum des Dorfes.

Mit bunten Graffitis auf den Straßen und Mauern wird weiterhin versucht, das Hippieflair zu erhalten.

In der Ortsmitte gab es schöne kleine Cafes und Bars.

Wir waren ein klein wenig schockverliebt in diesen Ort.  <3

Wir gelangten an die andere Seite der Bucht. Die Wellen klatschten dort nur so auf die Mauer.

Am hinteren Felsen befand sich ein Fischrestaurant und ein Hotel. Ein Pärchen bewaffnet mit ihren Koffern wollte genau dorthin.

Es beobachteten sie eine zeitlang wie das Meerwasser hochspritzte, dann nahmen sie sch ein Herz und liefen los.

Das beobachteten wir wiederum mit etwas Schadenfreude. Ja, wir können manchmal gemein sein!

Es kam genauso wie wir uns das gedacht hatten!

Sie schafften den Weg nicht trockenen Fußes. Aber es war knapp! Kurz bevor sie am Eck Unterschlupf hätten finden können,

schlug genau dort unter ihnen eine Welle ein. Wie eine große Fontäne schoß das Wasser über sie hinweg.

Patschnass wie frisch geduscht standen die beiden dann da. 

Bei dieser Flut kamen wir jetzt allerdings wie schon von uns erwartet auch nicht an die Mauer.

Dann halt morgen. 

Wir drehten stattdessen weiter unsere Runde durchs Dorf. Im hinteren Teil kamen wir zu einer Kirche.

Es schien, als wenn sie mitten in den Felsen gebaut worden wäre. Leider war sie verschlossen.

Wir durchstöberten noch etwas die Shops, wo es allerhand Nippes zu erstehen gab.

Die Phase des "Mitbringsel mitbringen für die Verwandtschaft" haben wir glücklicherweise schon vor vielen Jahren hinter uns gelassen.

Und wir selbst kaufen uns unterwegs außer mal einen Magneten für den Kühlschrank auch so gut wie nie etwas.

Umso entspannter können wir immer durch die Touriläden schlendern :-)

Dieses Stück Straße mussen wir immer entlang marschieren, wenn wir aus dem Dorf zu unserer Unterkunft wollten oder umgedreht.

Da gab es sogar einen gut angelegten Fußweg. Und an den Straßenseiten viele Parkplätze für Busse, die tagsüber immer die Reisegruppen zum Dorf brachten. Dieser Besucherstrom war tatsächlich auch in der Nebensaison spürbar. Tagsüber wuselte es richtiggehend im Ort, die Restaurants und Tavernen waren gut gefüllt. Gegen Abend hin wurde es dann viel ruhiger und fast schon einsam. 

Wir freuten uns, dass wir hier für paar Nächte halt gemacht hatten

und so auch das abendliche Flair genießen konnten.

Den Abend verbrachten wir auf unserem Zimmer und suchten dabei auf googlemaps,

wo wir am nächsten Tag hinlaufen könnten.

 

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