Tag 11

Dienstag, 23. April 2024

Das Wetter war an diesem Tag sehr trüb, die Sonne schaffte es nicht, sich durch die Wolken zu mogeln.

Auf dem Plan stand mal wieder eine kleine Wanderung, so dass uns die fehlende Sonne nicht allzu viel ausmachte.

Außerdem muss man das Wetter eh so nehmen wie es kommt.

Unser Ziel war diese vorgelagerte Halbinsel. Auf der sollte es einen schönen Wanderweg direkt an den Klippen geben,

der zu Höhlen führte, die man auch noch erkunden konnte. Das klang für uns doch sehr spannend!

Um dort hinzugelangen mussten wir zuerst die gesamte Bucht und den Strand von Plakias ablaufen.

Alles wirkte wie ausgestorben, wir begegneten kaum Leuten.

Kleine Preisinfo zu den Sonnenliegen und -schirmen:

Dann nur noch einen kleinen Hügel hinauf und wir waren am eigentlichen Start unserer geplanten Tour.

Der Pfad begann an einer senkrechten Felswand.

Zur Hochsaison können sich da wohl Kletterer auspowern. Jetzt hing keine Menschenseele in der Wand.

Aber sie war sehr imposant, wenn man direkt davorstand.

Kurz darauf entdeckten wir schon die erste Höhle.

Bäda schwang sich sofort hinauf und inspizierte sie etwas.

Wir hatten keine Taschenlampen dabei, die Höhle war innen stockdunkel, so dass er schnell wieder draußen war.

Der weitere Weg führte uns durch herrlich blühende wilde Blumen- und Pflanzenfelder.

Zwischendurch schlängelte sich der Pfad aber so eng an der Abbruchkante entlang, dass mir teils schon recht schummrig wurde.

Unter uns schlug das Meer in kräftigen Wellen an den Felsen ein.

Aber die Neugier auf die Hölen trieb mich immer weiter. Bäda lief mittlerweile ein ganzes Stück voraus.

Irgendwann gab es zum Landesinneren hin einen kleinen Abstieg wie durch eine Schlucht.

Wir drehten dort einen kleinen Umweg, einfach weil wir die Felsenlandschaft so grandios fanden.

Zwischen den Felsen blühten immer wieder Enzianpflanzen.

Einfach wunderschön!

Dann kamen wir endlich bei den Tunneln an.

Im späten 19. Jahrhundert wurden die Tunnel in den Berg gesprengt, um dort eine kleine Eisenbahnlinie durchzuführen.

An der Spitze der Halbinsel endete die Strecke an einem kleinen Umschlaghafen, der zur Verschiffung von Braunkohle genutzt wurde.

Wir passierten den ersten Tunnel mit Hilfe der kleinen Lampen unserer Handys.

Immerhin hatten wir so etwas Licht dabei. Im Tunnel war es stockdunkel und wir mussten aufpassen,

uns nicht die Köpfe an der Felswand anzuschlagen. An den Seiten war der Tunnel nicht gerade hoch.

Hatte aber etwas von Abenteuer, dort durchzulaufen ;-P

Bevor es in den zweiten Tunnel ging, gab es ein Stück freie Fläche.

Allerdings ging es dort auch fast senkrecht zum Meer hinab. Ich bewegte mich schön langsam hinten an der Felswand vorwärts :-P

Der zweite Tunnel endete fast abrupt an einer Abbruchkante. Ich lief da gar nicht erst hinaus, Bäda wagte sich schon nach vorn und sah sich dort um.

War für uns eine interessante Frage, ob die Strecke hier früher noch weiterverlief oder ob es da mittels einer Seilwinde bereits hinab zum Verladen ging.

Wir fanden keine Erklärung dazu. Es war überhaupt schon recht mühsam, überhaupt etwas über die Geschichte Tunnel herauszufinden.

Wir nutzten anschließend die kleine freie Fläche zwischen den beiden Tunneln, um eine kleine Rast einzulegen.

Und grübelten und rätselten dabei noch weiter, wie die Bahnlinie wohl verlaufen war...

Wir stießen bei unseren Recherchen auch auf die Info, dass der kleine Umschlaghafen im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine genutzt wurde. Es sollen dort U-Boote durch die vorhandene Infrastruktur mit Proviant und neuen Torpedos aufgerüstet worden sein.
Aber diese Begebenheit konnte wohl noch nicht vollständig bestätigt und ermittelt werden.
Man kann von oben noch einige erhaltene Reste der Befestigungsanlage sehen: 

Ein Rundweg war auf der Halbinsel nicht möglich, also ging es den gleichen Weg wieder zurück.

Noch einmal vorbei an der steilen Kletterwand:

Wir liefen danach wieder Richtung Ortsmitte.

Am Sandstrand direkt in der Bucht entdeckten wir eine kleine Strandbar.

Der Strand war kaum besucht, also machten wir dort halt.

Coole Sitzsäcke, bequeme Liegestühle und der Blick aufs Meer luden zum Verweilen ein.

Im Hintergrund tönte aus der Bar griechische Musik. 

Wir brauchten nun nur noch zwei Ouzo, um in diesem Moment restlos glücklich zu sein!

Und welch ein Glück, dass es diesen in der Bar gab. Zwar nicht so günstig wie in der Taverne gestern Abend, aber das war uns jetzt wurscht!

Also: Yammas!

Das Wetter blieb den gesamten weiteren Tag so diessig, die Sone ließ sich nicht blicken.

Wir hatten unser Schritte-Pensum bereits abgerissen, also was tun?

Yessss! Einfach an diesem schönen Ort relaxt sitzen bleiben und die nächsten Ouzo bringen lassen  ;-P

Nach dem Alkohol verspürten wir dann langsam ein Hungergefühl. :D

Es gab einige Tavernen im Ort, die sehr vielversprechend aussahen.

Aber wir hielten uns an den Spruch "never change a winning team" fest und entschieden uns somit direkt wieder für die Taverne neben unserem Hotel und kommentierten es für uns mit "... dann brauchen wir nach dem Essen nur noch drei Schritte nach rechts zu wanken!" :-D

Als der Besitzer uns kommen saß, wies er uns sofort unseren Tisch vom Vorabend zu.

Wir bestellten uns eine Flasche Wasser und er fragte daraufhin: "Und wieder einen roten Hauswein und zwei Ouzo?"

Also eigentlich wollten wir ja gar nichts weiter trinken heute....  ;-P

Wir können es nicht anders sagen, Service sowie Essen waren wieder einmal phänomenal!

Falls es euch also mal in diese Gegend verschlagen sollte, stattet auf alle Fälle der Taverna Apanemo einen Besuch ab.

Und Spaß hatten wir auf alle Fälle auch :-)

Nach dem köstlichen Mahl drehten wir noch eine kleine Runde am felsigen Strand, der direkt vor unserer Haustür lag.

Mittlerweile war es so diessig geworden, dass wir gar keine weite Sicht mehr hatten.

Auch wurde dadurch die Luft so feucht, so dass wir uns auf unser Zimmer verzogen.

 

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