Korfu August/ September 2013

Diesen Sommer ging es mal wieder für 3 Wochen nach Korfu und deshalb wird es "nur" einen Fotobericht geben. Was soll ich auch noch von der Insel schreiben??? Zu oft waren wir nun schon da, zu oft haben wir euch bereits von unserer Lieblingsinsel berichtet und vorgeschwärmt.

Durch den Tod von Bädas Mama lagen harte Wochen hinter uns.

Wir waren sowas von urlaubsreif und freuten uns somit einfach nur auf: Sonne, Strand & Meer!

Vermutlich für uns das letzte Mal fuhren wir mit dem eigenen Auto bis nach Venedig und von da weiter mit der Fähre. Da die Fährfahrlinien aber nun Korfu nicht mehr direkt von Venedig aus anfahren, mussten wir auf dem Festland in Igoumenitsa "umsteigen". Auch war die Fähre dieses Jahr eine andere, sie war um einiges kleiner und so war alles lange nicht mehr so entspannt wie die Überfahrten der letzten Jahre.

Dazu kommt, dass der Preis für die Fähre sich fast verdoppelt hat und man ab nächstem Jahr beim Auslaufen aus Venedig nicht mehr am Canale Grande vorbeifährt, womit die Überfahrt einen ihrer größten Reize für uns verliert.

 

Ansonsten verlief unser Urlaub sehr unspektakulär. Faulenzen, Baden und gutes Essen :-)

Wollten wir dieses Jahr aber auch nach den psychisch und physisch anstrengenden Wochen zuvor nicht anders haben...

Also auf gehts nach Venedig! Natürlich musste auch Happy ordnungsgemäß im Auto angeschnellt werden ;-)

Nachdem wir wieder eine Nacht in Mestre verbracht hatten, ging es am nächsten Morgen zum Hafen. Im Fährbüro eingecheckt und schon konnten Moritz und ich uns nach einem Sicherheitscheck wie am Flughafen aufs Schiff begeben. Das ist geändert worden. Sonst fuhren wir immer gemeinsam im Auto aufs Schiff, mittlerweile darf nur noch der Fahrzeugfahrer im Auto rauffahren, alle anderen müssen die Fähre zu Fuß entern. Auf der Fähre war noch nicht allzu viel los, Moritz und ich checkten ein und wurden ruckzuck zu unserer Außenkabine geführt. Alles war bestens, Bäda kam dann auch recht schnell an Bord und mit einer halben Stunde Verspätung legte unser Fährschiff ab. Auf dieser Strecke wurde dieses Jahr ein kleineres Schiff eingesetzt, wodurch die Überfahrt nicht mehr so toll war wie die letzten Jahre. Die Ausfahrt aus Venedig war dennoch wieder einmal spektakulär. Diese Aussicht faszinierte uns jedes Mal wieder aus Neue! Schade, dass es die nicht mehr geben wird!



Abendstimmung auf dem Schiff:

Der Rest der Überfahrt war ohne besondere Vorkommnisse. Kurz vor 12.00 Uhr legten wir am griechischen Festland in Igoumenitsa an.

Relativ zügig kamen wir von der Fähre runter, ins andere Hafenviertel nebenan gefahren, Tickets für die nächste Fähre nach Korfu gelöst, die bereits eine halbe Stunde später auslief und ca 2 Stunden später landeten wir unserem Hotel.

Allerdings gab es Probleme mit den Zimmern, wir konnten unser großes Familienzimmer erst zwei Tage später beziehen und wurden bis dahin in einem kleineren untergebracht. Allerdings auch mit Meerblick, wir waren endlich im Urlaub und hatten tatsächlich bereits jetzt schon etwas von der griechischen Mentalität angenommen, denn: uns regte der Zimmerwechsel gar nicht allzu sehr auf, wir freuten uns einfach nur, wieder hier zu sein ;-) Es blieb noch Zeit, um das erste Mal ins Meer zu springen.

Die nächsten Tage zog es uns der Reihe nach zu unseren Lieblingsstränden. Diese Mole begrenzt einer unserer Lieblingsorte, wo es hauptsächlich nur Einheimische hinzieht. Bäda liebt diesen Strand, weil es eine kleine Strandbar gibt und somit untertags ein kühles Bier für ihn ;-)  Und Moritz liebt dieses Strandstück, weil es ewig lang flach ins Meer geht und das Meer hier meistens sehr ruhig ist.



Ein anderes Mal hielten wir auf dem Weg zu dem Strand rechts an. Beim Vorbeifahren sahen wir dort das letzte Mal ein verlassenes Kloster stehen. Wir liefen zu dem leerstehenden Gebäude und es hatte etwas Mystisches mit der wilden Natur ringsumher...


Mindestens einmal zieht es uns immer für einen Snack nach Kanoni. Hier oben sitzt man sehr gemütlich und hat einen super Ausblick auf die kleinen Klosterinseln, die Brücke und das Wichtigste: auf den Flughafen. Da schlägt dann wohl doch meine Mutter bei mir etwas durch :-D

Hier sieht man die Flugzeuge so nah im Landeanflug, das ist einfach toll! Leider ist das Starbucks mittlerweile geschlossen, aber es gibt wieder ein anderes Cafe oben. Ist auch nicht ganz billig, aber einen Kaffee und Stück Kuchen sollte man sich hier schon gönnen ;-)

Und fährt man dann von Kanoni wieder runter nach Korfu-Stadt, gibt es gratis diese super Sicht auf die Festung.

Auf Empfehlung von Klaus-Dieter und Conny testeten wir zwischendurch ein für uns neues Restaurant. Die Lage und Einrichtung des Lokals war sensationell. Leider das Personal und das Essen bei unserem Besuch nicht. Ich glaube, hier her werden wir nicht wieder zurückkehren :-(


Dieses ist ein anderer unserer Lieblingsstrände. Ganz am südlichen westlichen Zipfel Korfus. Die Anfahrt ist immer ein bißchen "wild" :-D

Man muß durch ein Dorf fahren, wo die Durchfahrtsstraße so eng ist, daß gerade so zwei Autos aneinander vorbeikommen. Hier urlauben hauptsächlich junge Engländer, also gibt es eine Bar an der nächsten, wo nicht gerade wenig Bier ausgeschenkt wird. Man muß also bei der Durchfahrt höllisch aufpassen. Nachdem man diesen Ort passiert hat, führt der Weg weiter auf eine sehr unebenen Schotterpiste, rechts und links von "Wildnis" umgeben. Hier hatten wir schon des Öfteren Schlangen in der Sonne aalen gesehen... Aber wenn man sich diese "Straße" bis zum Ende fahren getraut, wird man mit diesem traumhaften fast leeren Strand belohnt:

Moritz mag diesen Strand, weil das Meer hier etwas rauher ist und es doch ab und an Wellen gibt. Meistens ist dieser Ort aber nicht so gut zum Sonnen und liegen bleiben geeignet, weil oft ein Wind geht, der mit der Zeit unangenehm wird...

Was natürlich keinen Tag fehlen durfte: am Abend lecker essen zu gehen in einer unserer favorisierten Tavernen.

So zum Beispiel bei Pedros gleich am Strand! Oh Mann, hier sitzt man sooo schön und das Essen, yummy!!!!

Und es gibt einen ausgezeichneten Hauswein ;-)  Hier sind wir nicht nur einmal vesumpft...


Wenn´s einem soooo gut geht, kann man nur grinsen :-)


Eine andere coole Bucht, die wir vor Jahren entdeckt hatten ist diese:

Durch ein Unwetter ist hier nur mittlerweile der Strand sehr verschüttet worden. Aber man findet immer noch ein Plätzchen, wo man sich hinlegen kann und dafür waren wir hier immer für uns allein. Herrlich!


Seltsamerweise gibt es auf Korfu immer wieder Tage, an denen ich bereits gegen 5 hellwach bin. Passiert mir daheim nie ;-)

Dann schnappe ich mir halt meine Kamera, setze mich auf unseren Balkon und schaue mir den Sonnenaufgang an.

Immer wieder so schön zu beobachten, wenn sich die Sonne langsam hinter der Bergkette hervorschiebt.

So, jetzt erschlage ich euch mit Sonnenaufgangsbildern ;-P

Und von einem anderen Tag als ein Gewitter aufzog.

Das war ein sagenhaftes Schauspiel am Himmel:

Langsam wacht der Rest der Familie auf.

Bevor wir uns für den Strand startklar machen, wird immer erst noch ein wenig "rumgesandelt".

Moritz nutzt die Zeit immer noch zum Lesen, unsere kleine Leseratte ;-)


Erst danach können wir zum Strand aufbrechen.

Meistens mit einem Stop an einem Supermarkt, um einen Donut und Kakao zum "Frühstück" zu kaufen :-)


Und ehe wir uns versahen, waren unsere 3 Wochen Urlaub auf der Insel schon wieder um :-(

Für unsere Rückfahrt hatten wir uns bereits eine Woche zuvor in Korfu Stadt am Hafen Tickets für die Fähre nach Igoumenitsa gekauft.

Da wir diese Strecke bereits schon gefahren waren und jedes Mal ca 1 1/2 Stunden brauchten, fragten wir clevererweise gar nicht nach der Fahrzeit. Unsere Fähre sollte 07.00 Uhr von Igoumenitsa ablegen, also buchten wir unsere Tickets von Korfu aufs Festland für 05.00 Uhr.

Langt doch locker! Oder auch nicht.... ;-)

Wir kamen in aller Herrgott´s Früh am Hafen in Korfu an, fuhren auf unsere Fähre, setzten uns an die Reling und warteten auf das Auslaufen. Wir stellten zwar fest, dass es dieses Mal ein viel kleineres Schiff war, aber das wars dann auch erst mal wieder. Irgendwann, als der kleine Dampfer bereits auf dem Weg nach Igoumenitsa war, kam Bäda der Gedanke: Kleineres Schiff- das wird dann doch hoffentllich nicht langsamer fahren... Der Gedanke ließ ihm keine Ruhe und so fragte er mal bei einem Schiffsoffizier nach.

Tja, und was sagte der??? Die Fahrzeit betrüge 2 1/2 Stunden!!! Ooooh nein!!!!

Noch nie hatte eine Fähre mit der wir von Venedig nach Griechenland oder umgekehrt gefahren sind, pünktlich abgelegt. Darauf lag nun unsere ganze Hoffnung. In Igoumenitsa angekommen, kamen wir schnell von dem kleinen Fährschiff runter und Bäda raste wie ein Irrer zum anderen Hafenviertel hinüber, wo wir unsere Fähre nach Venedig noch stehen sahen. Auf dem Hafengelände begann Bäda ganz wild zu hupen und gab noch mal ein bißchen mehr Gas..... nutzte alles nichts! Die Ladeklappe des Fährschiffes fuhr bereits hoch, die Maschinen liefen schon und das Schiff bewegte sich von der Kaimauer weg... So ein Sch...! Ausgerechnet heute lief sie überpünktlich aus! Klasse!

Im Hafengebäude klapperten wir zähneknirschend die Fährlinien ab, um neue Tickets für uns nach Venedig zu besorgen. Kein billiger Spaß! Alles lag bei ca 500.- Euro. Bei Anek wollten sie sich erkundigen, ob wir unser altes Ticket auf den nächsten Tag umbuchen könnten. Aber es war noch zu früh am Morgen! Es war noch kein Entscheidungsberechtigter ans Telefon zu bekommen. Somit fuhren wir erst mal vom Hafen weg und gingen frühstücken. Wir fanden dazu ein kleines Cafe, welches auch free WiFi anbot.

So suchten wir schon mal übers Handy eine Übernachtungsmöglichkeit für uns.

Später am Anek-Schalter im Hafen erfuhren wir nach bangem Warten endlich, dass eine Umbuchung unserer Tickets auf den nächsten Tag möglich war. Umbuchungsgebühr kostete uns ca 60.- Euro, das ging ja noch! Im Besitz neuer Tickets suchten wir uns ein Zimmer für die Nacht. Damit hielten wir uns nicht lange auf. Wir steuerten das nächst gelegene Hotel, Angelika Pallas Hotel, am Hafen an. Für 1 Dreibettzimmer verlangten sie 120.- Euro. Wir überlegten nicht lange und nahmen es. Nun stand uns also noch ein kompletter Tag zur freien Verfügung.

Wir liefen etwas durch den Ort, der uns so gar nicht gefiel. Wir schwangen uns also ins Auto und fuhren aus dem Ort raus und an der Küste lang. Und dabei stießen wir auf atemberaubende Fleckchen Erde. So hatte das Ganze doch noch was Gutes ;-)

Wir kamen an einem einsamen Strand vorbei, wo wir ins Wasser sprangen und es uns noch mal gut gehen ließen.

Zurück in der Stadt kehrten wir in einer kleinen Taverne zum Abendessen ein.

Alles in allem hatten wir so doch noch einen schönen entspannten Tag.

Daß wir am nächsten Morgen überpünktlich am Hafen standen, muß ich wohl nicht extra erwähnen :-D

Genauso war eigentlich klar, dass die Fähre heute wieder nicht pünktlich war! Sie lief schon mit Verspätung im Hafen von Igoumenitsa ein und es mussten so viele LKW´s darauf verfrachtet werden, dass wir anstatt zur angegebenen Zeit von 07.00 Uhr erst kurz vor 10.00 Uhr ausliefen!

Sehr ärgerlich! Gestern war wahrscheinlich das einzigste Mal, dass die Fähre pünktlich wegkam!

Die Überfahrt war dann nicht allzu schön. Die Fähre war total voll, es war kaum ein ruhiges Plätzchen an Deck zu bekommen.

Unsere "Notkabine" lag direkt an einem Sonnendeck, wo immer Trubel herrschte.


Am nächsten Morgen erwartete uns ein letztes Mal die Einfahrt nach Venedig.

Wir gingen an Deck und genossen sie einfach...

Nach dem Anlegen waren Moritz und ich ruckzuck von Bord, aber wir mussten ewig auf Bäda mit unserem Auto warten.

Es dauerte sooo lange, bis vor allem die vielen LKW´s vom Schiff unten waren.

Irgendwann standen nur noch wir beide einsam und verlassen vor der Fähre und warteten und warteten...

Eine Stunde später las uns Bäda auf und wir konnten uns auf das letzte Stück unseres Heimwegs machen.

Wir kamen super durch und heil wieder daheim an.

Ein schöner und sehr entspannter Urlaub lag hinter uns und wir waren uns wieder sicher,

dass es immer noch nicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir auf Korfu waren. :-)

Ende