Kamperland/ Niederlande mit Europapark Rust

12.- 25. April 2014

Bereits bei unserem letztjährigen Holland-Urlaub mit unseren Brühler Freunden meinten wir ja einstimmig: Der Urlaub muß wiederholt werden!

Und so dauerte es nicht lange bis wir neu planten. Unsere Brühler übernahmen die Suche nach einem geeigneten Ferienhaus für uns alle zusammen, aber dieses Mal etwas länger für 11 Tage. Wir freuten uns riesig darauf. Ab Montag stand das Ferienhaus für uns parat.

Das Wochenende zuvor hatte Moritz Geburtstag und da wir die Strecke von München nach Kamperland nicht noch einmal in einem Stück fahren wollten, beschlossen wir, Juniors Ehrentag im Europapark Rust zu feiern.

Stephanie und Flo wollten mitfeiern und so gings am Samstagmorgen auf nach Rust.

Bei schönstem Wetter schlenderten wir durch den Park.

Gleich zu Beginn steuerten wir den Silver Star an. Ich lehnte eine Fahrt dankend ab ;-P

Moritz ließ sich von den anderen überreden und hatte es wohl bei der Auffahrt dann schon bereut.

Die anderen amüsierten sich auf alle Fälle den ganzen Tag noch über Moritz Gesicht während der Fahrt  :-D

An beiden Tagen fuhr Junior diese Bahn nicht mehr.

Fahren wir doch lieber die Bobbahn in der Schweiz! Da war ich dann auch wieder mit von der Party!


In Russland begaben sich alle auf den Weg zur MIR. Also fast alle! Ich natürlich nicht, ich packe diese Bahn nicht wegen der Höhe.

Sie ist gar nicht so wild, aber das langsame Umrunden der beiden Türme in luftiger Höhe ist einfach nicht mein Ding.

Ich schau mir derweil lieber die russischen Häuser an.

Am nächsten Morgen war im Hotel erst mal ein "Geburtstagsfrühstück" mit Geburtstagstorte angesagt.

Leider hatten sie uns im Hotel dafür eine Schwarzwälder Kirschtorte ausgesucht, die keiner von uns so richtig mag.

Egal, für Moritz waren die Kerzen auf der Torte sowieso wichtiger als die eigentliche Torte.

Schnell seine Geburtstagsgeschenke ausgepackt und schon waren wir auf dem Weg in den Park.

Erstes Ziel war die Wodan-Holzachterbahn.

Wir waren relativ früh dran und so mußten wir uns nicht allzu lang anstellen.


Diese Fahrt ist einfach immer wieder genial.

Wir lieben sie!

Wir rafteten eine Runde durch Norwegens Fjorde. Dabei wurden wir ganz schön nass, so dass uns eine Runde reichte. Moritz natürlich nicht :-D

Er stellte sich allein noch einmal an und fuhr die nächste Runde mit lauter jungen Burschen im Boot. Da gings vielleicht ab!  :-D

Kurze Pause, unsere Füße verlangten danach  ;-P


Stephanie und Flo traten am Spätnachmittag den Heimweg an. Wir trieben uns bis zum Abend noch im Park rum, bevor es uns ins Hotel zog.

 

Am Montag morgen gings dann auf Richtung Holland. Die Autobahnen waren größtenteils frei und so kamen wir recht zügig voran.

Am frühen Nachmittag erreichten wir das Feriendorf in Kamperland. Familie Erken war bereits eine Stunde vor uns eingetroffen. Über die Zimmerverteilung musste gar nicht diskutiert werden, sie wurden einfach wieder wie letztes Jahr bezogen. So geil, wenn man sich ohne Worte versteht  ;-)    Die Aufteilung des Hauses war im Grunde identisch zu dem Haus, welches wir im vorigen Jahr gemietet hatten.

Mir persönlich gefiel dieses Mal der Garten besser.

Unser Ferienhaus von vorn und von hinten:

Nachdem unsere Sachen ausgepackt und verstaut waren, fuhren wir zum Einkaufen. Der Kühlschrank musste für die hungrigen Mäuler gefüllt werden. Und es ist nicht zu glauben, wie schnell so ein Einkaufswagen voll wird, wenn man für 7 Personen einkaufen geht.   :-P

Den rest des Tages verbrachten wir einfach im Haus. Wir hatten uns soviel zu erzählen, dass die Zeit wie im Flug verging.

 

Am nächsten Morgen wurden wir früh geweckt.... seeeehr früh! Unser Schlafzimmer lag im oberen Stockwerk und auf dem Dach mussten irgendwelche Vögel ihren morgendlichen Ratsch abhalten.

DAs Wetter war kein Vergleich zum letzten Jahr. Es war warm bei strahlendem Sonnenschein.

Also schnappten wir unsere Strandsachen und machten uns auf den Weg über die Dünen zum Meer.

Wir verbrachten einen wunderschönen Tag am Strand mit Ball und Football spielen, lesen

und zwischendurch versuchten wir uns am Drachensteigen.

Auch am nächsten Tag gab es ein traumhaftes Wetter und so nahmen wir noch einmal unsere Plätze vom Vortag ein.

Unsere beiden Jüngsten kamen dann auf die Idee, baden zu gehen, weil es "so warm war". Ich dachte, ich höre nicht richtig!

Ich war kurz vorher mal mit den Zehen im Meer und länger als einen kurzen Augenblick hielt ich s nicht aus. Das Wasser war sooo kalt, dass mir sofort die Füße richtig weh taten vor Kälte. Brrrrrr...

Aber die beiden waren voll und ganz überzeugt und von ihrem Vorhaben nicht abzubringen.

Mit vollem Speed rannten sie ins Meer und sprangen hinein!

Beweisfoto:

Sie mussten dann allerdings zugeben, dass das wasser doch sehr kalt ist und waren recht schnell wieder draußen.   ;-)

Später beobachteten wir eine Gruppe, die auch baden gingen. Aber die waren ewig lang im Meer und badeten so, als wenn die Wassertemperatur über 25 Grad wäre. Wahnsinn!

 

Auch die nächsten Tage wurden wir immer wieder zwischen 6 und 7 von den Vögeln geweckt. Grrrrr! Wir hatten Urlaub!

Wir sahen uns dann die Sache mal genauer an und mussten feststellen, dass es unter dem Dach ein Loch gab, wo die Vögel versuchten in den Dachstuhl zu gelangen. Das verursachte den all  morgendlichen Lärm. Wir gaben an der Rezeption Bescheid über unser Problem und es wurde uns versprochen, sich darum zu kümmern.

Zum Glück waren wir die ersten Tage am Strand und hatten das schöne warme Wetter in vollen Zügen genossen. Denn nun wurde es kälter.

Es wurde also Zeit, ein paar Ausflüge zu unternehmen.

Wir machten uns auf den Weg Richtung Westkapelle.

In Westkapelle steht ein Leuchtturm auf dem Seedeich, der sogenannte eiserne Turm.

Er war der erste runde Leuchtturm aus Gusseisen (1875).

Ich liebe ja Leuchttürme und dieser war für mich ein richtig schönes Exemplar.

Der Boden links und rechts vom Leuchtturm faszinierte uns.

Ob das Ölablagerungen sind???

Wir fuhren noch ein Stückchen weiter und am anderen Ende von Westkapelle befindet sich das Polderhuis, ein kleines Kriegsmuseum.

Dieses ist nicht unbedingt einen Besuch wert. Dafür aber das Landungsboot, welches vor dem Haus liegt.

Es handelt sich um ein kleineres Landungsboot aus der Nachkriegszeit, welches nicht bei der Landung der Alliierten bei Westkapelle dabei war.

Es soll aber als Symbol für die Landung stehen. Dieses Landungsboot wurde in den original Tarnfarben angestrichen,

die die Landungsboote bei der Landung hatten.

Sehr beeindruckend!

Vom Landungsboot aus führt eine kleine Brücke hinauf auf den Deich zu einem Panzerdenkmal. Die Brücke, Liberty Bridge, wurde aus Spenden und vielen Freiwilligen entworfen und erbaut. Die Liberty Brigde steht für den Frieden und die Freiheit und soll an die vielen Opfer erinnern, die bei der Landung der Alliierten in Westkapelle ihr Leben verloren haben. Auf der Brücke stehen die Namen von den Opfern von den Royal Marines. Sie wurde am 23. Juli 2010 eröffnet.

Auf dem Deich steht ein alter Panzer. Es ist ein Sherman V (M4A49) Panzer mit 75 mm Kanone von der 79th Armoured Division (1st Lothians & Border Horse), der bei der Landung der Alliierten am 01. November 1944 am Strand von Westkapelle dabei war. Er fuhr ans Land aus dem Landungsboot LCT 737 (Bramble) und hatte noch einen Dreschflegel um Minen zu zerstören an der Vorderseite des Panzers montiert.

Hinter dem Panzer stehen drei Gedenksteine.

Diese Gedenksteine sollen an die vielen Opfer erinnern, die ihr Leben bei der Landung verloren haben.

Ein sehr geschichtsträchtiger Ort und es war sehr interessant, die ganzen Schautafeln durchzulesen.

 

Einer unserer nächsten Ausflüge führte uns nach Veere. Dieses kleine Städtchen wurde uns letztes Jahr bereits von den Erkens gezeigt, weil sie es besonders mögen. Und wir mochten es ebenfalls vom ersten Moment an. Der Ort hat viel Charme mit seiner Lage am Meer, seinen Gassen aus Kopfsteinpflaster und den hübschen Häuschen. Also auf nach Veere!

Wir gönnten uns allesamt jeder ein Eis und schleckten es genüßlich. Die Kids zog es mittlerweile nach Hause, sie hatten genug vom Sightseeing. So trennten wir uns für die nächsten Stunden. Moritz machte sich gemeinsam mit Familie Erken auf den Heimweg,

während Bäda und ich noch weiter auf Entdeckungstour gingen.

Hehe, und sofort sahen wir was Lustiges:

Fast ganz Veere ist vom Wasser umgeben. Nur eine kleine Landspitze  verbindet Veere mit dem Festland.

Zum Veerse Meer hin gelegen finden Sie die alte kleine Festung, die die Einfahrt der Schiffe zum Hinterland überwachte.

Die alten Kanonen an der Kaimauer zeugen noch heute von dieser Zeit.

Die Kanonen, die einst die Einfahrt der Schiffe vom Veerse Meer überwachten.

Wir spazierten über zig Wälle.

Es war eine sehr schöne Wanderstrecke.

Von weitem sahen wir die Windmühle De Koe, welche eine Galeriemühle aus dem Jahre 1909 ist,

die bis 1964 im Mahlbetrieb war. Sie ist im Privatbesitz und daher leider nicht zu besichtigen.

Sehr lustig war für uns beide das Übersetzen zum nächsten Wall mittels dieses Kahns.

Das war eine ganz schön wacklige Angelegenheit :-D

Zum Schluß schlenderten wir noch ein wenig durch den Ortskern,

der einfach malerisch ist!

Die Tage verstrichen und ehe wir uns versahen, steuerten wir auf den Ostersonntag zu.

Silke und ich fuhren am Abend zuvor allein einkaufen, um noch paar Süßigkeiten und Eier zu Färben fürs Osterfest zu besorgen.

Unseren Männern wollten wir auch was Gutes tun und so sackten wir noch ein paar Flaschen Bier ein, die wir für sie verstecken wollten.

Voller Vorfreude hüpften wir Mädels am Ostersonntag aus unseren Betten und spielten Osterhase.

Ooooh, und wir waren soooo genial im Verstecke finden! :-D

Alles war verteilt, die Männer konnten kommen!

Erster Kommentar: "Ist nicht euer Ernst, dass wir hier suchen sollen?"

Hehe, doch!!!!  :-D

Zum Einstieg in die Suche gab´ s ein leichtes Versteck ;-P

Durch den Fund der ersten Bierflasche leckten sie Blut und suchten intensiver.

Derweil waren unsere jungen Burschen erfolgreicher bei ihrer Suche.

Bei den letzten Flaschen verzweifelten sie fast. Die Kids kannten unsere Verstecke und so halfen sie den Papas mit "Heiß" und "Kalt" Tipps.

Hier vorm Haus standen sie ewig. Die Jungs riefen abwechselnd "Heiß" und "Ganz heiß" und Dirk und Bäda hatten schon die Befürchtung,

dass sie von den Jungs verarscht wurden.  :-D

Hihi, dem war aber nicht so!

Es dauerte ganz schön lang bis sie auf die Idee kamen, in den Kisten mit den leeren Flaschen zu schauen!

Was hatten wir Mädels für einen Spaß!

Das Gesicht spricht doch Bände, oder???   :-D

Für die letzten beiden Flaschen brauchten sie aber bestimmt nochmals ne halbe Stunde.

Es gab auf unserem Grundstück im Boden ein paar Löcher, vermutlich von Kaninchen ausgebuddelt.

Dort platzierten wir jeweils eine Flasche und tarnten die Löcher mit Grasbüschel.

Unsere beiden Männer wurden fast wahnsinnig als sie mitten auf der Wiese standen,

wir alle "Heiß" schrien aber sie weit und breit nichts entdeckten.  :-D

Irgendwann schaute einer der Jungs zu lange auf dem Boden und sie rochen den Braten.

Ich kann euch sagen, Silke und ich hatten einen mega Spaß, wir haben Tränen gelacht!

Die komplette Ausbeute. Hat sich die Suche doch gelohnt, oder???

Und weil Ostern war, gab es am nachmittag "Kinderprogramm"  ;-)

Wir fuhren nach Uithaven Kamperland, um gemeinsam eine Runde Minigolf zu spielen.

Es wurde erbittert um den Sieg gekämpft und das machte hungrig.

Nebenan gabs ein Pfannkuchenhaus, wo wir einkehrten und uns die Bäuche vollschlugen. Oder auch nicht....

Bädas Fazit zu dem Essen: "Pfannkuchen sind einfach nichts, um satt zu werden!"  :-D

Den Rest des Nachmittags blieben wir auf diesem Gelände, wo die Jungs noch ihren Spaß in den Disco-Booten sowie beim Schach spielen hatten.

Für uns Mädels gab´s derweil in einer Halle eine hübsch angelegte kleine Shopping Mall.

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