Tag 21

Freitag, 24. März 2023

Annett:

10.00 Uhr mussten wir unseren Stellplatz geräumt haben, so dass wir recht früh aufstanden.

Wir wollten hier schon alles so packen, dass wir die Zelte am letzten Standpunkt nicht mehr aufstellen mussten

und die angemietete Campingausstattung bereits wieder separat gepackt war.

Direkt von unserem Stellplatz aus konnten wir noch einmal paar Antilopen beobachten.

Und über uns hockte im Baum dieser Rotbauchwürger,

der uns beim Zusammenpacken beobachtete:

Wir packten schließlich nicht ganz so geordnet, wie wir es eigentlich geplant hatten.

Bereits ab halb 9 kamen Angestellte auf den Platz und begannen sofort mit Putzarbeiten.

Dadurch fühlten wir uns etwas unter Druck gesetzt und knallten den Rest unserer Sachen einfach wild ins Auto.

Fanden wir richtig ungut, dass wir hier fast vertrieben wurden, obwohl Abreise bis 10.00 Uhr angegeben war.

Diesen Platz würde ich von daher nicht noch einmal buchen.

Dann ging es zurück auf die Straße auf unser letztes Teilstück wieder zurück nach Windhoek.

Endgültig zurück in der Zivilisation.

Für unsere letzte Nacht hatten wir uns wie schon für die erste Nacht nach unserer Ankunft in Windhoek für die Arebbusch Travel Lodge

entschieden. Wir hatten uns wieder zwei feste Zelte gebucht. Diese sollten uns zwar erst ab Nachmittag zur Verfügung stehen, aber wir versuchten gleich nach unserer Ankunft am Vormittag unser Glück. Und das war uns hold. Die Zelte waren frei und wir konnten beide sofort beziehen.

Richtig cool, so konnten wir den Tag noch gemütlich auf dem Gelände verbringen und den Pool nutzen.

So dachten wir zumindest...

Auf dem Gelände gab es einen kleineren Pool und eine größere Poolanlage.

Da beim kleineren keine Liegen standen, liefen wir zur größeren Anlage, die zwischen den Chalets lag.

Bäda:

Auf dem Weg zum Pool rappelte plötzlich mein Handy. Eine SMS kam rein, ganz komisch, mit seltsamen Abkürzungen und der Inhalt lautete,

dass unser Flug für den nächsten Tag storniert wurde.

Ich dachte mir noch, jetzt gibt's für so einen Schmarrn auch schon SPAM's und hab's ignoriert.

Wir haben uns dann einen Platz am Pool gesucht. Sehr cool, mit Bedienung.

Wir ließen uns kalte Getränke bringen.

Nachdem wir unsere Liegen eingenommen und das erste Bad im Pool absolviert hatten, bekam ich plötzlich einen Anruf.

Unbekannte Nummer mit irgend einer Vorwahl, die ich nicht kannte. Sicherheitshalber ging ich ran und irgend ein Typ behauptete,

er sei von Qatar Airways und erzählte mir, unser Flug von Doha nach München sei wegen eines Streiks in Deutschland storniert worden.

Zuerst war ich noch skeptisch, weil der sich so komisch angehört hatte, aber die Geschichte mit dem Streik hatte schon gepasst.

Er hatte dann gesagt, er sucht uns Alternativ-Flüge raus und würde sich wieder melden.

Das war dann schon wieder einigermaßen glaubwürdig, aber immer noch seltsam.

Wir hatten nämlich bei der Online-Buchung der Flüge Annetts Handynummer hinterlegt und über diese Nummer erhielten wir keine Infos,

sondern nur über mein Handy.

Wir beschlossen also, uns zu informieren, was in Deutschland los war.

Ah, Streik an deutschen Flughäfen und ausgerechnet in München sollte er schon einen Tag früher starten.

Etwas später rief der Typ wieder auf meinem Handy an und begann, uns Alternativen vorzuschlagen.

Er hatte dann auch unsere persönlichen Daten und Buchungsdaten parat.

Zusammen mit den Erkenntnissen, die wir über's Internet aus Deutschland hatten, wurde nun klar:

Scheiße, das ganze war kein Fake.

Diese Penner von Verdi und der Bahn hatten zwei Streiks so hintereinander gehangen,

dass erstens nur noch Frankfurt erreichbar war und zweitens von dort kein Weiterkommen mehr möglich war.

Weil also nun alle Flüge vom Drehkreuz Doha nach Deutschland, die nicht nach Frankfurt gingen, storniert werden mussten, war natürlich bei Qatar Airways der Teufel los, denn die mussten die Leute nun alle auf Flügen nach Frankfurt unterbringen.

Für uns bedeutete das, dass wir nicht bereits nachts um 1 Uhr wie geplant nach München weiterfliegen konnten,

sondern erst mittags um 12 mit Ankunft in Deutschland um 18 Uhr irgendwas.

In Frankfurt! Ohne Zugverbindung! Na servus!

Wir haben dann gleich nach Mietwagenangeboten von Frankfurt aus mit Rückgabe München gesucht.

Immerhin waren wir dabei erfolgreich und das Ganze auch zu einem akzeptablen Preis.

Die Rückreise ging also schon gut los.

Und was für einen tollen Geburtstag werde ich vor mir haben.....

Annett:

Dieses ganze Prozedere zog sich über fast 3 Stunden hin! Wir waren mittlerweile allesamt fix und fertig!

War also nix mit unserem "entspannten" Pooltag!

Das Wasser im großen Pool war allerdings eh so kalt, dass Stephanie und ich auf einen Sprung ins Wasser verzichteten.

Und auch unseren Männern war bei den Temperaturen nicht wirklich zum Plantschen zumute.

Die beiden schwammen eine Runde und kamen dann auch schon wieder raus.

Nachdem wir nun also unsere Rückreise in trockenen Tüchern hatten, holten wir unser Auto von unserem Stellplatz und machten uns auf den Weg etwas essen zu gehen. Wir hatten uns zum Abschluß noch einmal fürs Ocean Basket in der Grove Mall entschieden.

Gutes Essen hilft immer, die Welt wieder etwas rosaroter zu sehen  ;-)

Es gab dann endlich noch mal Austern für Moritz. Aber er merkte an, dass diese nicht so gut wären wie die in Lüderitz  ;-)

Ansonsten hatten wir wie erwartet sehr gut gespeist.

Danach ein Stopp in einem Klamottenladen, wo Stephanie und Moritz ihre letzten namibischen Dollar ausgaben und zurück ging´s.

Wir machten auf dem Weg noch Halt an der Tankstelle und gönnten unserem Auto eine Autowäsche.

So verdreckt wie er war, wollten wir ihn am nächsten Tag nicht zurückgeben.

Wieder an unserer Unterkunft angekommen hieß es, unsere Sachen zu packen.

Moritz rief uns, weil er paar Mangusten um unsere Zelte laufen sah.

Cool, kurz vor Schluß sahen wir also noch paar neue Tierchen!

Nachdem das Auto leergeräumt und unsere Habseligkeiten wieder in unseren Reistaschen verstaut war,

machten wir uns einen gemütlichen Abend auf der Terrasse unserer Unterkunft.

Es gab noch ein Exit-Spiel, welches bisher ungeöffnet in einer Kiste schlummerte.

Das entpuppte sich allerdings als wahrer Spielfreude-Killer! Obwohl wir schon mehrere Versionen dieser Spiele daheim gespielt hatten,

blieben wir bei diesem immer wieder hängen, mussten die Lösungshilfe nutzen und verstanden teils den weiteren Weg bzw das Ergebnis trotzdem nicht. Das Ende vom Lied? Wir spielten es nicht durch und die Schachtel samt Inhalt landete im Müll!

Dann lieber noch eine Runde Skipbo, bevor wir das Licht ausmachten und schlafen gingen.

 

Hier geht´s weiter zur Abreise: